Freie Wähler: Spaltung wegen angeblicher „Rechtstendenzen“

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Gabriele Pauli, Spitzenkandidatin für die Europawahl, mit dem Bundesvorsitzenden der Freien Wähler, Armin Grein. Foto: FW

KIEL/MÜNCHEN. Die durch einen Beitrag des ARD-Politmagazins Report München ins Rollen gebrachte Kampagne gegen die Freien Wähler zeigt erste Wirkung. Nach der CSU-Kritik an einer angeblichen Unterwanderung der Freien Wähler durch Rechtspopulisten ist der Landesverband Schleswig-Holstein aus dem Bundesverband ausgetreten. Report München hatte Anfang der Woche berichtet, daß der Vorstand des neu gegründeten Landesverbands Bremen der Freien Wähler aus Personen bestehe, die zuvor in rechtspopulistischen beziehungsweise konservativen Gruppierungen wie der Schill-Partei und „Bremen muß leben“ aktiv gewesen sind.

„Wir hatten aus unserer Sicht sehr frühzeitig auf Probleme mit bestimmten Richtungen hingewiesen und erstmalig mit Datum vom 20.02.09 um eine Stellungnahme gebeten. Diese ist leider bis heute nicht erfolgt”, heißt es in einem Schreiben des Landesverbandes Schleswig-Holstein an den Bundesvorsitzenden der Freien Wähler, Armin Grein, das der Redaktion von Report München vorliegen soll.

Am Donnerstag hatten die Freien Wähler den CSU-Vorwurf zurückgewiesen, sie seien von Rechtspopulisten unterwandert worden. „Die FW sind eine Bürgerbewegung, die aus der Mitte der Gesellschaft kommt und mit radikalen Kräften von rechts und links nichts am Hut hat“, sagte Grein. (hpr)

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