Asylkosten sinken erstmals unter eine Milliarde Euro

WIESBADEN. Die Ausgaben für Asylbewerber in Deutschland sind erstmals seit Einführung der Asylbewerberleistungsstatistik von 1994 unter eine Milliarde Euro gesunken.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrugen die Bruttoausgaben im Jahr 2008 843,5 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr (1,03 Milliarden Euro) gingen die Kosten damit um 18,4 Prozent zurück.

Über 70 Prozent der Bruttoausgaben wurden zur täglichen Versorgung und Unterbringung der Asylbewerber aufgebracht, rund 28 Prozent für die Deckung besonderer Leistungen, beispielsweise bei Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt.

Asylkosten könnten 2009 wieder steigen

Auch die Asylkosten pro Kopf der Gesamtbevölkerung in Deutschland sanken 2008. Sie lagen netto bei knapp zehn Euro pro Einwohner. 2007 waren es noch zwölf Euro.

Allerdings könnten die Asylkosten 2009 wieder steigen, denn in diesem Jahr nahm auch die Zahl der Asylbewerber wieder zu. So beantragten zwischen Januar und Juli 2009 insgesamt 15.028 Ausländer Asyl in Deutschland. Das sind 17,1 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. (krk)

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