Thor-Steinar-Laden in Hamburg schließt

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T-Shirt aus der aktuellen Thor-Steinar-Kollektion Screenshot: JF

HAMBURG. Der Hamburger Thor-Steinar-Laden „Breviek“ hat angekündigt, bis Ende Oktober den Verkauf einzustellen. Das Geschäft hatte in den vergangenen Tagen deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt, da zahlreiche Linksextreme gegen dessen Eröffnung vor gut zwei Wochen zum Teil gewaltsam protestiert hatten.

Die Demonstrationen richteten sich gegen den Verkauf der in der rechten Szene beliebten Bekleidungsmarke Thor Steinar. Dabei kam es auch zu Übergriffen auf Kunden.

Der Geschäftsführer der Betreiberfirma „Protex GmbH“, Uwe Meusel, sagte der JUNGEN FREIHEIT, man habe aufgrund wiederholter Angriffe auf Kunden und zahlreicher Sachbeschädigungen mit der Vermieterin, der „HSH Nordbank Shopping Passage“, eine „einvernehmliche Lösung auf kaufmännischer Basis“ gefunden und werde den Laden schließen.

Neue Ladeneröffnungen geplant

Genauer wollte er nicht auf die Einigung eingehen. Der Vertrag beinhalte eine Klausel, sich nicht öffentlich über das Vereinbarte zu äußern. Ein Sprecher der HSH Nordbank betonte gegenüber dem Hamburger Abendblatt, es sei keine „Auszugsprämie“ gezahlt worden. Man habe dem Mieter lediglich die ihm entstandenen Kosten ersetzt.

Meusel kündigte an, als Reaktion auf die Schließung demnächst zwei neue Läden zu eröffnen, allerdings nicht in Hamburg. Das sei die einzig richtige Antwort auf die Ereignisse in der Hansestadt. „Wir werden alle unsere Kräfte mobilisieren, um uns von solchen kriminellen Methoden nicht unterkriegen zu lassen.“

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