Polizeigewerkschaft protestiert gegen kurdische Veranstaltung

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Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg Foto: GdP

KÖLN. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat kritisiert, daß die Polizei kurdische Veranstaltungen absichern muß, wenn dort die in Deutschland verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verherrlicht wird.

Anlaß des Protests ist ein kurdisches Sport- und Kulturfest, das am vergangenen Samstag in Köln stattfand. Zu der Veranstaltung waren rund 5.000 Teilnehmer gekommen. Unter anderem wurden dabei Fahnen der in Deutschland seit 1993 verbotenen PKK und Bildnisse von deren sich in türkischer Haft befindenden Vorsitzenden Abdullah Öcalan gezeigt.

Der Staatsschutz ermittelt deswegen nun wegen der öffentlichen Zurschaustellung verbotener Zeichen. Zudem soll die Entführung der drei deutschen Bergsteiger durch PKK-Rebellen in der Türkei bejubelt worden sein.

„Kurden sollen Konflikte bei sich zu Hause austragen“

Der Bundesvorsitzende der GdP, Konrad Freiberg, protestierte gegenüber der Bild-Zeitung dagegen, daß die Polizei auch in Zukunft solche Veranstaltungen zu schützen habe:

„Die PKK ist eine Terrororganisation. Und die Kurden sollen ihre Konflikte gefälligst bei sich zu Hause austragen, nicht hier in Deutschland. Und wenn das dann noch auf diese Weise passiert und obendrein auf dem Rücken unserer Polizisten hier, geht das eindeutig zu weit“, sagte Freiberg.

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