Ludwigshafen: Türkische Regierung schließt Brandanschlag nicht aus

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Das Brandunglück von Ludwigshafen sorgt in der Türkei für große mediale Aufregung

BERLIN. Die türkische Regierung will eigene Brandexperten zu dem am vergangenen Sonntag abgebrannten Wohnhaus in Ludwigshafen schicken. Bei dem Brand in dem von türkischen Familien bewohnten Haus waren neun Menschen getötet worden, darunter fünf Kinder.

Die türkische Regierung wolle prüfen, ob es sich bei dem Unglück nicht doch um einen fremdenfeindlichen Anschlag handelt. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte, man wolle kein neues Solingen.

Fremdenfeindlicher Hintergrund?

In Solingen waren 1993 bei einem fremdenfeindlichen Brandanschlag fünf Türken ums Leben gekommen. Nach den fremdenfeindlichen Vorfällen der Vergangenheit stelle sich nun die Frage, ob das Brandunglück in Ludwigshafen wirklich nur ein Unfall gewesen sei. Nach Angaben des Nachrichtensenders N24 will ein Mädchen am Brandort beobachtet haben, wie jemand einen Stock anzündete.

Der türkische Botschafter in Berlin, Mehmet Ali Irtemcelik, kritisierte zudem in der türkischen Tageszeitung Hürriyet, daß deutsche Politiker bereits einen fremdenfeindlichen Hintergrund ausgeschlossen hätten, bevor die Brandursache überhaupt untersucht worden sei. Das komme ihm seltsam vor.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hatte gestern einen ausländerfeindlichen Hintergrund ausgeschlossen.

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