Großbritannien: Weiße fühlen sich diskriminiert

Sayeeda_Warsi
Integrationsministerin im Schattenkabinett Sayeeda Warsi Foto: privat

LONDON. Fast jeder dritte weiße Brite sieht sich als Opfer von Rassismus. Dies geht aus einer Untersuchung der britischen Regierung hervor. Rund dreißig Prozent von 15.000 Befragten gab an, daß sie sich durch öffentliche Einrichtungen aufgrund ihrer Rasse benachteiligt fühlen. Vor allem als Mieter sehen sich Weiße gegenüber ethnischen Minderheiten diskriminiert. Jeder Vierte glaubt, sich aufgrund seiner Hautfarbe vergeblich um eine Wohnung bemüht zu haben. Und immerhin jeder Zehnte hält das Justizsystem für rassistisch.

Dramatisch ist der Wandel im Vergleich zu einer Studie von 2001, bei der sich noch 20 Prozent der Weißen benachteiligt fühlten. Damals gaben 44 Prozent an, daß in den letzten Jahren Rassenvorurteile zugenommen haben. Nun sind über die Hälfte – 58 Prozent – dieser Ansicht, im Gegensatz zu 32 Prozent bei den ethnischen Minderheiten. Vor sieben Jahren glaubten noch drei Prozent der weißen Bewerber um ein Promotionsstipendium, daß sie aufgrund ihrer Rasse kein Stipendium erhielten. Inzwischen sind sieben Prozent dieser Meinung.

Rassistische Vorurteile durch Multikulturalismus verstärkt

Die Sprecherin der Tories, Sayeeda Warsi, macht die Labour-Partei für diese Entwicklung verantwortlich: „Es ist kein Wunder, wenn mehr Menschen glauben, daß rassistische Vorurteile zugenommen haben, denn der multikulturelle Eifer der Labour bespricht stets, was uns trennt, anstelle sich darauf zu konzentrieren, was uns verbindet“, sagte Warsi, die im Schattenkabinett der Tories als Integrationsministerin gehandelt wird.

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