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Fahnenschändung: Junge Union fordert Konsequenzen

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Die stellvertretende JU-Vorsitzende Nina Bender Foto: JU
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Fahnenschändung auf dem Bundeskongreß der Grünen Jugend Screenshot: JF

BERLIN. Als „Anschlag auf unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung“ hat die Junge Union (JU) die Fahnenschändung durch Mitglieder der Grünen Jugend bezeichnet.

„Der Versuch, die deutsche Flagge dadurch zu entehren und unser Land zu verunglimpfen, zeigt, daß dieser Verband keine ernstzunehmende politische Interessenvertretung der Jugendlichen sein kann“, sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende der JU, Nina Bender.

Der Vorfall dürfe für die Beteiligten nicht folgenlos bleiben. „Die dafür Verantwortlichen müssen ihre Ämter niederlegen“, forderte die Nachwuchspolitikerin. Das schwarz-rot-goldene Fahnenmeer während der Fußball-Europameisterschaft werde ohne Zweifel die Stimmung in der Bevölkerung besser widerspiegeln als das peinliche Verhalten der „ewiggestrigen Grünen Jugend“.

„Die Jungs haben gar nicht uriniert“

Die Führung der Grünen Jugend versucht unterdessen, die Fahnenschändung auf ihrem Bundeskongreß als harmlosen Scherz darzustellen. „Die Jungs haben gar nicht uriniert, sondern die Szene nur gestellt“, sagte der Vorstandssprecher der Grünen Jugend, Jan Philipp Albrecht, gegenüber Focus-Online. Zeugen könnten dies seiner Meinung nach bestätigen.

Dennoch kündigte Albrecht ein Gespräch mit den Betreffenden an. „Wir geben den dreien die Möglichkeit, Stellung zu beziehen und wollen, daß sie den Vorfall aufklären.“ Laut Focus-Online haben die drei Männer aber wohl keine disziplinarischen Maßnahmen zu befürchten

„Wenn uns das Foto im Internet oder sogar die Aktion selbst aufgefallen wäre, hätten wir das natürlich sofort unterbunden“, sagte Albrecht weiter und verschwieg dabei, daß sich der Vorfall offensichtlich direkt vor dem Eingang des Veranstaltungsraumes ereignet hatte. Zudem sind auf dem Foto mindestens zwei weitere Grüne zu sehen, die an den Männern vorübergehen, während diese mit heruntergelassenen Hosen um die Fahne herumstehen.

Diskussion in Internet-Foren

Unterdessen wird die Fahnenschändung, die am Dienstag von der JUNGEN FREIHEIT aufgedeckt worden war, in zahlreichen Internet-Foren kontrovers diskutiert. Mitglieder und Sympathisanten der Grünen Jugend versuchen dabei ebenfalls, den Fall herunterzuspielen und als Satire oder Kunstaktion darzustellen.

Auf Welt-Online etwa  ergreift eine Nutzerin unter dem Namen  Julia Seeliger  – hierbei handelt es sich wahrscheinlich um die gleichnamige Grünen-Politikerin – leidenschaftlich Partei für die Grüne Jugend. „Niemand hat uriniert, man sieht lediglich ein paar junge Männer herumstehen und auf den Boden schauen. Bei dem anderen Bild wird auf der Fahne gestanden, ja, aber ist das so schlimm? Ist jetzt ‘auf Fahnen stehen’ verboten?“, schreibt Seeliger, die zugleich behauptet, die Bilder seien von der Internetseite genommen worden, weil gegen die drei Männer „offen zu Gewalt aufgerufen“ worden sei.

Grüne Jugend beklagt Kampagne

Sie sei sich sicher, daß die Männer nicht auf die Fahne uriniert haben: „Linksliberale Mittelschichtskinder, wie sie bei der Grünen Jugend vielfach vertreten sind, würden niemals auf einen Schulhof pissen.“

Unterdessen versucht die Grüne Jugend, den Spieß umzudrehen und beklagt eine Kampagne von „rechts“: „Wir sehen mit großer Besorgnis, wie Rechtsextreme diesen Vorfall mißbrauchen, um über das Internet gegen eine demokratische Jugendorganisation wie die Grüne Jugend aufzuhetzen und dabei sogar zu Gewalttaten aufrufen“, heißt es in einer Erklärung der Nachwuchsorganisation.

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