Anschlag auf Imbiß: Ermittlungen gegen pakistanischen Betreiber

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Wappen der Gemeinde Karow in Mecklenburg Foto: JF

SCHWERIN. Eine Woche nach dem Brand in einem pakistanischen Imbiß in Karow in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegen den Betreiber.

Dem 41 Jahre alten Pakistaner wird vorgeworfen, das Feuer selber gelegt zu haben. Da die Wände mit ausländerfeindlichen Parolen und Hakenkreuzen beschmiert worden waren, war zunächst über ein fremdenfeindliches Motiv spekuliert worden.

„Für einen fremdenfeindlichen Hintergrund gibt es jedoch derzeit keine Anzeichen“, sagte der Pressesprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft, Hans-Christian Pick, gegenüber der JUNGEN FREIHEIT. Es könne sogar durchaus sein, daß im Laufe des Verfahrens gegen den Pakistaner auch wegen des Vortäuschens einer Straftat ermittelt werde.

Innenminister Caffier sprach von rechtsextremen Anschlag

Die Staatsanwaltschaft hatte frühzeitig darauf hingewiesen, daß nicht ausgeschlossen werden könne, daß die Tat nur vorgetäuscht gewesen sei. Dennoch hatte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) direkt nach dem Vorfall von einem rechtsextremistisch und ausländerfeindlich motivierten Anschlag gesprochen und angekündigt, mit allen Mitteln des Rechtsstaates gegen die offensichtlich rechtsextremistischen Täter vorzugehen.

„Wir dürfen und werden nicht zulassen, daß interessierte Kreise, die sich anschicken, nächstes Jahr  die Kommunalparlamente zu erobern, Gewalt und Haß gegen Ausländer anstacheln und sich heimlich freuen, wenn sie sich wie in der vergangenen Nacht in Brandanschlägen entladen“, sagte Caffier.

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