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Jaranwala: Moslemischer Mob legt pakistanisches Christenviertel in Schutt und Asche

Jaranwala: Moslemischer Mob legt pakistanisches Christenviertel in Schutt und Asche

Jaranwala: Moslemischer Mob legt pakistanisches Christenviertel in Schutt und Asche

Zwei Christen stehen weinend vor den Überresten ihrer Wohnung im pakistanischen Jaranwala Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | K.M. Chaudary
Zwei Christen stehen weinend vor den Überresten ihrer Wohnung im pakistanischen Jaranwala Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | K.M. Chaudary
Zwei Christen stehen weinend vor den Überresten ihrer Wohnung im pakistanischen Jaranwala Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | K.M. Chaudary
Jaranwala
 

Moslemischer Mob legt pakistanisches Christenviertel in Schutt und Asche

Es sind Szenen, die einem den Atem stocken lassen. Eine wilde und bewaffnete Meute zerstört unter „Allahu Akbar“-Rufen Häuser und brennt in einer pakistanischen Stadt zahlreiche Kirchen nieder. Das Entsetzen ist groß – auch über das Verhalten der Sicherheitskräfte.
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Petition für Demokratie, Neuwahlen, Rücktritt

ISLAMABAD. Ein moslemischer Mob hat ein christliches Viertel im pakistanischen Jaranwala gestürmt und verwüstet. Nachdem sich Gerüchte über eine Koranschändung in der Stadt nahe Faisalabad verbreitet hatten, stürmten laut der pakistanischen Tageszeitung Dawn hunderte Moslems mit Stöckern und Steinen bewaffnet in den mehrheitlich von Christen bewohnten Stadtteil und brannten dort mindestens fünf Kirchen nieder.

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Betroffen sollen unter anderem ein katholisches und ein presbyterianisches Gotteshaus sowie eines der Heilsarmee gewesen sein. Videos zeigen zudem, daß auch mehrere Wohnhäuser bei den Ausschreitungen angezündet wurden. Die Regierung setzte daraufhin Polizei und Armee ein und verhängte eine Ausgangssperre, um die Ordnung in der Stadt wiederherzustellen. Ums Leben kam bei den Unruhen nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

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Laut der Nachrichtenagentur AP konnte die marodierende Menge nur durch Schüsse in die Luft und Aufrufe moslemischer Gelehrter wieder zur Räson gebracht werden. Auf im Internet verbreiteten Bildern ist allerdings auch zu sehen, wie sich die Sicherheitskräfte vor Ort unter den wütenden Pulk mischen.

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Bischof ruft Premierminister Anwar ul Haq Kakar zum Handeln auf

Premierminister Anwar ul Haq Kakar, der das Land derzeit interimsmäßig regiert, zeigte sich entsetzt. „Ich bin schockiert über die Bilder aus Jaranwala nahe Faisalabad. Gegen all diejenigen, die Gesetze brechen und Minderheiten ins Visier nehmen, werden wir strenge Maßnahmen ergreifen“, schrieb er am Mittwoch über den ehemals Twitter genannten Kurznachrichtendienst X. Er versicherte, die Regierung stehe den Betroffenen zur Seite.

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Der evangelische Bischof in der fast 150 Kilometer entfernten Stadt Raiwind, Azad Marshall, drückte seine Trauer über die Geschehnisse aus. „Wir rufen die Behörden und all diejenigen, die sich um die Sicherheit der Menschen hierzulande sorgen, dazu auf, die Gerechtigkeit mit entschlossenem Handeln wiederherzustellen und sofort zu intervenieren, um uns zu zeigen, daß unsere Leben einen Wert für unsere Heimat haben“, verlangte der Geistliche.

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„Open Doors“: Angriffe auf Christen stehen in Pakistan auf der Tagesordnung

Der Druck auf Christen in dem Land ist seit Jahrzehnten enorm. Laut dem christlichen Hilfswerk „Open Doors“ belegt Pakistan derzeit den siebten Platz auf der Liste der Länder mit der weltweit brutalsten Christenverfolgung. „Alle Christen leiden unter institutioneller Diskriminierung“, heißt es in dem Anfang des Jahres veröffentlichten „Open Doors“-Weltverfolgungsindex. Christen seien Opfer von einem Viertel aller Blasphemie-Vorwürfe, obwohl sie weniger als zwei Prozent der Bevölkerung ausmachten.

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Kirchgänger würden es vermeiden, in der Öffentlichkeit über ihren Glauben zu sprechen, da dies aufgrund von Blasphemie-Gesetzen schwere Konsequenzen haben könne. „Selbst Facebook-Posts können riskant sein, wenn der Inhalt als Infragestellung islamischer Werte angesehen wird“, erläuterte die Initiative weiter.

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Das Zeigen christlicher Symbole oder ein christlicher Name könnten zu Diskriminierung oder Vandalismus am Eigentum führen. „Berichte, nach denen Christen auf der Straße, im Verkehr oder auf der Arbeit angespuckt oder aggressiv beleidigt wurden, weil sie ein Kreuz trugen, sind Zeichen dafür, daß die Situation schwieriger wird.“ Das Christentum ist nach wie vor die am meisten verfolgte Religion auf der Welt. (fw)

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