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Anti-Terrorkampf: Frankreich und seine Verbündeten verlassen Mali

Anti-Terrorkampf: Frankreich und seine Verbündeten verlassen Mali

Anti-Terrorkampf: Frankreich und seine Verbündeten verlassen Mali

Französische Truppen in Mali: Im Juni soll der Abzug erfolgen (Archivbild) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jerome Delay
Französische Truppen in Mali: Im Juni soll der Abzug erfolgen (Archivbild) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jerome Delay
Französische Truppen in Mali: Im Juni soll der Abzug erfolgen (Archivbild) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jerome Delay
Anti-Terrorkampf
 

Frankreich und seine Verbündeten verlassen Mali

PARIS. Frankreich hat den Abzug seiner Truppen aus Mali angekündigt. Kanada und weitere europäischen Länder werden sich dem anschließen, berichtete der französische Radiosender RFI. „Aufgrund der zahlreichen Behinderungen durch die malischen Übergangsbehörden“ seien die politischen, operativen und rechtlichen Bedingungen für das militärische Engagement in dem afrikanischen Staat nicht mehr gegeben, heißt es zur Begründung für den Schritt.

Bis Ende Juni sollen die Truppen das Land verlassen. Zugleich versicherte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, sich weiter im Kampf gegen islamistische Terroristen in Westafrika zu engagieren. „Um die potentielle geografische Ausweitung der Aktionen bewaffneter terroristischer Gruppen in der Region einzudämmen, erklären die internationalen Partner ihre Bereitschaft, aktiv eine Ausweitung ihrer Unterstützung auf die Nachbarländer“, heißt es in einer Erklärung.

Der Abzug betreffe jedoch nicht den derzeit ebenfalls dort laufenden Einsatz der Bundeswehr. Deutschland beteiligt sich seit 2013 an dem Anti-Terroreinsatz vor Ort. Dabei waren durch einen Autobombenanschlag im Sommer vergangenen Jahres 15 Bundeswehrsoldaten verletzt worden.

Mali-Einsatz kostet Deutschland zwei Milliarden Euro

Das Bundesverteidigungsministerium teilte am Donnerstag auf Twitter mit, „zügig über die Kompensation der französischen Fähigkeiten“ zu sprechen. Weitere Schritten sollen demnach in enger Abstimmung erfolgen.

 Die Mali-Mission kostete Deutschland bislang rund zwei Milliarden Euro. Wie eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Zeit sagte, handelte es sich dabei um „einsatzbedingte Zusatzausgaben“.

Zuletzt war der Einsatz von der Bundesregierung in Frage gestellt worden. Als Grund gilt unter anderem das Verhalten der malischen Militärregierung, die vor zwei Jahren an die Macht gekommen war. Zudem soll sie die Söldner der russischen Wagner-Gruppe ins Land geholt haben. Das hatte bereits für Proteste aus Deutschland und Frankreich gesorgt.

Die vom Atlantik bis zum roten Meer reichende Sahelzone, in der Mali liegt, ist ein Rückzugsgebiet verschiedener Terrorgruppen. Darunter befinden sich beispielsweise die Miliz Islamischer Staat und Al-Kaida. (ag)

Französische Truppen in Mali: Im Juni soll der Abzug erfolgen (Archivbild) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jerome Delay
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