Venezuela

Präsident Maduro lehnt EU-Ultimatum für Neuwahlen ab

CARACAS. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat die Forderungen mehrerer EU-Staaten nach Neuwahlen in seinem Land zurückgewiesen. „Sie müssen dieses Ultimatum zurückziehen. Niemand kann uns ein Ultimatum stellen“, sagte er in einem Interview dem Sender CNN Türk.

Am Wochenende hatten unter anderem Deutschland und Frankreich gefordert, binnen acht Tagen müsse in dem südamerikanischen Land eine neue Regierung gewählt werden. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) drohte, anderenfalls werde Deutschland den selbst ernannten Interimspräsident Juan Guaidó anerkennen.

Trump und EU unterstützen Oppositionsführer

Nach einer jahrelangen Wirtschaftskrise und jüngsten Ausschreitungen mit Todesopfern, hatte sich vergangene Woche der Oppositionsführer Guaidó zum Übergangspräsident erklärt. US-Präsident Donald Trump und EU-Ratspräsident Donald Tusk haben ihm bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Seit Mitte November vergangenen Jahres ist der deutsche Kriegsreporter Billy Six, der auch für die JUNGE FREIHEIT gearbeitet hat, in Venezuela inhaftiert. Die Regierung wirft ihm Rebellion, Überschreiten von Sicherheitszonen und Spionage vor. Erst nach fast zwei Monaten in Haft konnte ihn ein Vertreter der deutschen Botschaft besuchen. (ag)

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro lehnt Neuwahlen ab Foto: picture alliance/Boris Vergara/dpa

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