Rede vor den Vereinten Nationen

Trump: Patriotismus statt Globalismus

NEW YORK. US-Präsident Donald Trump hat in seiner Rede vor den Vereinten Nationen globalistischen Bestrebungen eine Absage erteilt. „Amerika wird von Amerikanern regiert“, sagte Trump. Jedes Land auf der Welt stehe für eine bestimmte Kultur und habe eine reiche Geschichte.

„Genau aus diesem Grund wird Amerika immer die Unabhängigkeit und Kooperation gegenüber einer Weltregierung wählen“, betonte er. Er respektiere „das Recht einer jeden Nation in diesem Raum, seine eigenen Sitten, Traditionen und den eigenen Glauben zu leben“. Amerika werde keinem Land vorschreiben, wie es zu leben habe.

Attacke gegen Deutschland

„Wir bitten euch im Gegenzug nur um eines: unsere Souveränität zu respektieren.“ Amerika lehne die Ideologie des Globalismus ab und mache sich stattdessen die „Glaubenssätze des Patriotismus zu eigen“.

Trump lobte Fortschritte im Bemühen um eine Friedenslösung auf der Koreanischen Halbinsel. „Ich danke dem Vorsitzenden Kim für seinen Mut und die Schritte, die er unternommen hat.“ Dennoch blieben die internationalen Sanktionen gegen Pjöngjang bestehen, solange bis die nukleare Abrüstung vollzogen sei.

Neben Angriffen auf den Iran, den Trump als „korrupte Diktatur“ geißelte, und China, dem er „Marktmanipulation“ vorwarf, teilte der US-Präsident auch gegen Deutschland aus. Wenn Deutschland nicht sofort seine Politik ändere, werde das Land völlig von russischer Energie abhängig, mahnte er mit Blick auf die neue Gaspipeline zwischen Rußland und Deutschland.

Vorbild Polen

Polen und die baltischen Länder pries er hingegen als Vorbilder für eine breitgestreute Energieversorgung, die sich nicht von Moskau abhängig mache. „Hier in der westlichen Hemisphäre haben wir eine Verpflichtung, unsere Unabhängigkeit vor dem Einfluß expansionistischer ausländischer Mächte zu bewahren“, forderte Trump. (tb)

 

US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 25. Mai Foto: picture alliance/Xinhua

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