Linksextremisten in Paris
Linksextremisten randalieren im Zentrum von Paris Foto: picture alliance / AP Photo
1.-Mai-Demonstrationen

Schwere Krawalle in Paris – Festnahmen in Istanbul

PARIS. Mehrere hundert Linksradikale haben während der 1.-Mai-Demonstration in Paris randaliert. Rund 1.200 Vermummte attackierten die Polizei mit Wurfgeschossen, zertrümmerten Autos sowie Fensterscheiben und steckten Fahrzeuge in Brand, berichten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP.

Einige der Demonstranten sollen eine McDonald’s-Filiale geplündert haben. Die Polizei habe mit Tränengas und dem Einsatz von Wasserwerfern reagiert. Innenminister Gérard Collomb verurteilte „mit Nachdruck“ die „Gewalt und Sachbeschädigungen“ während der Kundgebung zum Tag der Arbeit.

Linksextremisten hatten demnach bereits im Vorfeld Randale angekündigt. „Extremistische Gruppen“ wollten den Tag zu einem „großen revolutionären Treffen machen“, hatte die Polizei der Agentur zufolge mitgeteilt. In anderen französischen Städten blieb es bei den traditionellen 1.-Mai-Demonstrationen bis zum Abend ruhig.

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Bislang friedliche Kundgebungen in Berlin

„Revolutionäre 1. Mai Demonstration“ löst sich auf Foto: JF/mec

Ebenfalls weitgehend friedlich verliefen die Kundgebungen in Berlin. „Bisher ist die Lage stabil, wir haben alles im Griff“, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Die bekannten Straßenfeste seien sehr gut besucht. Dennoch habe es bislang keinen Anlaß für Sperrungen oder Auflösungen von Demonstrationen gegeben.

Für den Abend hatten Linksradikale die bei den Behörden nicht angemeldete „Revolutionäre 1. Mai Demonstration“ geplant. In der Vergangenheit hatten Teilnehmer währenddessen oder im Anschluß immer wieder Polizisten attackiert. Die Berliner Polizei hatte in diesem Jahr wieder mit schwereren Krawallen gerechnet. Linksextremisten hatten im Internet Randale und Attacken gegen die Polizei angekündigt.

Kurz vor 21 Uhr teilte die Berliner Polizei mit, daß sich Teile der Demonstration auflösten oder sich mit dem gewöhnlichen Publikum vermischten.

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Dutzende Festnahmen in Istanbul

In Istanbul ist die Polizei gegen Demonstranten vorgegangen. Im asiatischen Stadtteil Maltepe hatten sich zuvor Tausende Teilnehmer versammelt. Die Polizei nahm über 80 Personen fest, die meisten von ihnen, als sie in Richtung Taksim-Platz unterwegs waren, meldet die Nachrichtenagentur DHA. Der zentrale Taksim-Platz und andere Teile der Innnenstadt waren demnach abgesperrt worden.

Viele von ihnen seien von den Einsatzkräften übermannt, zu Boden gedrückt und gefesselt worden. Die Polizei sei mit rund 26.000 Beamten im Einsatz gewesen.

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In Rußland protestierten nach Agenturangaben rund 130.000 Personen für eine bessere Sozialpolitik. In Athen hätten rund 15.000 Demonstranten ein Ende der Sparpolitik gefordert. (ls)

Linksextremisten randalieren im Zentrum von Paris Foto: picture alliance / AP Photo

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