Syrische Asylsuchende
Syrische Asylsuchende: Schwerer Weg in die USA Foto: picture alliance / AP Photo
Wegen Terrorgefahr

USA nehmen kaum Syrer auf

WASHINGTON. Die USA haben in den vergangenen sieben Monaten 1.736 Asylsuchende aus Syrien aufgenommen. Das geht aus Zahlen des US-Statistikamtes hervor, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. An dem Ziel, bis September 10.000 Syrer aufzunehmen, halte die US-Regierung dennoch fest, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. „Dem Präsidenten ist es damit sehr ernst, aber wir müssen hart dafür arbeiten, daß dieses Ziel Wirklichkeit wird.“

Grund für das stockende Aufnahmeverfahren seien demnach aufwendige Überprüfungen auf mögliche terroristische Verbindungen der Syrer. „Personen, die über das Flüchtlingsprogramm in die USA kommen, durchlaufen mehr Prüfungen und Untersuchungen als jeder andere, der in die Vereinigten Staaten kommt“, erklärte der Sprecher.

430.000 Syrer 2015 in Deutschland registriert

Im September vergangenen Jahres kündigten die USA an, mindestens 100.000 Asylsuchende aus der ganzen Welt aufzunehmen. „Wir tun das, was wir kurzfristig leisten können“, betonte US-Außenminister John Kerry und erklärte, ab Oktober dürften 10.000 Syrer einreisen. Dafür hatten die USA ein Büro in Jordaniens Hauptstadt Amman eingerichtet, um den Prozeß zu beschleunigen.

In den vergangenen fünf Jahren verließen laut UN-Flüchtlingshilfswerk rund 4,8 Millionen Syrer ihr Land. Deutschland hat 2015 rund 430.000 Syrer registriert. (ls)

Syrische Asylsuchende: Schwerer Weg in die USA Foto: picture alliance / AP Photo

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