Attentäter einschleusen

Islamischer Staat baut Schleppernetzwerk in Libyen auf

WIEN/TRIPOLIS. Der Islamische Staat hat in seinen Territorien in Libyen ein funktionierendes Schleppernetzwerk aufgebaut. „Der Organisationsgrad dieser Strukturen ist sehr hoch“, warnte der Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität im österreichischen Bundeskriminalamt, Gerald Tatzgern, gegenüber der Presse.

Es gebe stichhaltige Informationen, daß die Terrormiliz viel Geld mit dem Schleusen von Asylsuchenden verdiene. Darauf deuten zahlreiche Zeugenaussagen von Flüchtlingen hin. Aufgebaut wurde das Netzwerk von hochrangigen IS-Kadern, berichtet die Presse weiter. Nun müsse sich die Terrorgruppe beim Einschleusen von Attentätern nicht mehr auf die Verbindungen zu anderen kriminellen Organisationen verlassen.

Mehr illegale Einreisen aus der Schweiz

Unterdessen wurde bekannt, daß die Zahl der illegalen Einreisen nach Deutschland über die Schweizer Grenze deutlich gestiegen ist. Bis Ende Juli wurden 3.385 Fälle registriert. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert bei 2.455. Hauptherkunftsländer waren Eritrea, Gambia, Äthiopien und Somalia.

Der Weg über die Schweiz nach Deutschland wird vor allem von Personen genutzt, die über das Mittelmeer illegal in Italien eingereist waren. (ho)

Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer: IS steigt in Schleppergeschäft ein Foto: picture alliance/dpa

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