Moschee-Eröffnung

Putin verteidigt Islam vor Terrorismus-Vorwürfen

MOSKAU. Rußlands Präsident Wladimir Putin hat vor einer Gleichsetzung von Islam und Terrorismus gewarnt. Die Ideologie der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ beruhe „auf Lügen“ und einer, „offensichtlichen Verdrehung des Islam“, sagte Putin nach Angaben des staatlichen russischen Nachrichtenportals Sputnik bei der Einweihung der bisher größten Moskauer Moschee.

„Wir sehen, was im Nahen Osten vor sich geht, wo die Terroristen vom sogenannten Islamischen Staat eine große Weltreligion, den Islam, kompromittieren und dabei Haß säen und Menschen, darunter Geistliche, töten sowie Weltkulturdenkmäler auf barbarische Weise vernichten“, betonte der Präsident.

Zur Eröffnung der Moskauer Haupt-Moschee waren unter anderem der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, sowie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gekommen. In dem Gebäude soll künftig Platz für bis zu 10.000 betende Moslems sein. Erdogan zeigte sich erfreut über die Moscheeeröffnung: „Wir glauben daran, daß die Moskauer Hauptmoschee zur Herstellung des Friedens und der gegenseitigen Hilfe auf der Erde beitragen wird, die wir alle heute akut brauchen.“ (ho)

Wladimir Putin (l) bei der Moschee-Eröffnung: Erdogan erfreut über Neubau Foto: picture alliance/dpa

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