Frankreich

Großrazzien gegen Islamisten / Raketenwerfer gefunden

PARIS. Die französische Polizei hat mit landesweiten Razzien gegen die islamistische Szene auf die Terroranschläge von Paris reagiert. Insgesamt wurden mehr als 150 Wohnungen durchsucht. In Lyon entdeckten die Sicherheitskräfte einen Raketenwerfer, Splitterschutzwesten, Pistolen und ein Sturmgewehr. Allein in der Stadt wurden mehr als ein halbes Dutzend Menschen festgenommen.

In Toulouse wurden drei Personen festgenommen und im Großraum Paris etwa 30 Wohnungen durchsucht. Auch in anderen Städten kam es zu Razzien. Einen direkten Zusammenhang zu den Pariser Anschlägen mit mehr als 130 Toten gab es allerdings nicht.

Frankreich bombardiert Ziele in Syrien

Abdeslam Salah: Weiterhin flüchtig Foto: dpa
Abdeslam Salah: Weiterhin flüchtig Foto: dpa

Unterdessen geht die Suche nach den mutmaßlichen Terror-Komplizen Abdeslam Salah weiter. Er hatte einen der Wagen gemietet, mit denen die Islamisten in Paris unterwegs gewesen sein sollen. Salah war nach den Attentaten in der Nähe der belgischen Grenze kontrolliert worden, konnte jedoch nach dem Vorzeigen seines Ausweises weiterfahren.

Frankreich hatte unmittelbar nach den Terroranschlägen die Grenzen geschlossen und das Militär mobilisiert. Staatspräsident François Hollande rief den Ausnahmezustand über das gesamte Land aus. Vorläufig soll dieser drei Monate gelten. Damit bekommen Polizei und Militär mehr Befugnisse und können etwa ohne Ankündigung Autos beschlagnahmen und Verdächtige kontrollieren.

Unterdessen hat Frankreich in Syrien den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) verstärkt. Zehn Kampflugzeuge attackierten mehrere Ziele der Terrorgruppe und sollen dabei unter anderem eine Kommandozentrale in der Nähe der IS-Hochburg Ar-Raqqa zerstört haben. (ho)

Grenzkontrollen in Frankreich: Ziele in Syrien bombardiert Foto: dpa

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