Polizei und Krankenwagen
Polizei und Krankenwagen: Mindestens 12 Tote Foto: dpa/ap
Frankreich

Anschlag in Paris: Liveticker der ersten Stunden

PARIS. Bei einem Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo sind laut der Zeitung Le Parisien mindestens elf Menschen getötet worden. Augenzeugen sprechen von einem „Massaker“. Das Magazin hatte in der Vergangenheit mehrfach Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed gedruckt.

Alle weiteren Informationen im Liveticker:

17:00 Uhr: An dieser Stelle beendet die JUNGE FREIHEIT ihren Liveticker. Alle weiteren Entwicklungen lesen Sie in den kommenden Tagen auf JF-Online.

16:34 Uhr: Die BBC zeigt erste Fotos von dem aufgefundenen Fluchtauto der Täter. Ob die Männer nun zu Fuß oder mit einem anderen Auto unterwegs sind, ist noch unklar.

16:12 Uhr: Die Chefin des Front National, Marine Le Pen, ruft nach Angaben von France24 zur Besonnenheit auf: „Heute ist die Zeit für Anteilnahme am Leid der Opfer, der Polizei, der Journalisten und ihrer Familien.“

16:10 Uhr: Die französische Regierung hat eine Telefonhotline eingerichtet, an die sich Augenzeugen des Terroranschlags wenden sollen.

15:56 Uhr: Die Polizei hat erste Berichte dementiert, wonach die Attentäter auch mit einem Raketenwerfer bewaffnet gewesen sein sollen.

15:51 Uhr: Charlie-Hebdo-Chefredakteur Gerard Briand entging den Angriffen, weil er in London war, meldet der Guardian. Briand sagte demnach: „Ich bin schockiert, daß Leute eine Zeitung in Frankreich, einem säkularen Staat, angreifen können. Ich verstehe es nicht. Ich verstehe nicht, wie diese Leute eine Zeitung mit schweren Waffen angreifen können. Eine Zeitung ist kein Waffe.“ Brinad sagte weiter, er glaube nicht, daß der Angriff mit dem jüngsten Cover des Magazins zu tun gehabt habe. Dieses hatte den Romanautor Michel Houellebecq gezeigt, der gerade erst eine neue Debatte über den Islam in Frankreich ausgelöst hat. Außerdem habe es keine Drohungen gegeben.

15:40 Uhr: Das sind die Täter während eines Schußwechsels. Die Männer sind noch immer auf der Flucht.

15:33 Uhr: Immer weitere schreckliche Details werden bekannt. Der Charlie-Hebdo-Journalist Laurent Léger rief aus den Redaktionsräumen um 11:40 Uhr einen Freund an und sagte: „Ruf die Polizei an. Es ist ein Blutbad. Alle sind tot.“ Dann brach das Gespräch ab.

15:29 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat die amerikanischen Behörden angewiesen, alles zu tun, „um diese Terroristen zur Rechenschaft zu ziehen“.

15:20 Uhr: Laut Experten haben die Täter offenbar eine militärische Ausbildung erhalten. In Frankreich sollen sich mehrere Hundert Personen aufhalten, die von den Kämpfen aus dem Irak und Syrien zurückgekehrt sind. Frankreich beteiligt sich derzeit an den Militärschlägen gegen den „Islamischen Staat“ im Irak.

15:18 Uhr: Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat drei Täter bestätigt. Die schwerbewaffneten Täter sind noch immer auf der Flucht. Bisher gibt es zwölf Tote.

15:15 Uhr: Mit Entsetzen hat der Deutsche Journalisten-Verband auf den Terrorakt gegen die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo reagiert. „Das ist ein Anschlag auf das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit“, sagte DJV-Chef Michael Konken. „Es ist unfaßbar, daß in einem demokratischen und freiheitlichen Land eine Satirezeitschrift in den Fokus von Fanatikern geraten kann, die mit brutalsten Mitteln versuchen, islamkritische Standpunkte zu unterdrücken.“

15:05 Uhr: Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat die Angriffe scharf verurteilt: „Unsere Demokratie ist bedroht, wir müssen sie verteidigen.“

15:02 Uhr: Laut Terrorexperten trägt das Attentat die Handschrift von Islamisten.  Die Täter könnten Rückkehrer von den Kämpfen in Syrien und dem Irak sein, berichtet Spiegel-Online.

14:57 Uhr: Als die den Tatort verließen, kam es zu einer Schießerei mit Polizisten, von denen einer erschossen wurde. Dann konnten die Täter fliehen. Das Auto wurde später im 19. Bezirk gefunden, im Nordosten von Paris. Die Täter sind noch immer auf der Flucht, meldet France 24.

14:55 Uhr: Der französische Imam Hassen Chalghoumi sagte: „Die Barbarei der Angreifer hat nichts mit dem Islam zu tun.“ Die getöteten Journalisten seien „Märtyrer der Freiheit“.

14:44 Uhr: Die Karikaturistin Corine Rey alias Coco sagte der Wochenzeitung Humanité, daß sie es war, die die Männer mit der Waffe am Kopf ins Haus lassen mußte. „Sie erschossen Wolinski, Cabu… Es dauerte etwa fünf Minuten… Ich habe mich unter einem Tisch versteckt. Sie sprachen perfektes Französisch, sie sagten, sie seien von Al Qaida“, berichtete sie weiter.

14:39 Uhr: Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hat angesichts des Anschlags von Paris dazu aufgerufen, die westlichen Werte entschlossen zu verteidigen. „Dieser verheerende Anschlag galt nicht nur dem Magazin Charlie Hebdo, sondern der Meinungs- und Pressefreiheit generell und damit wichtigen Grundrechten und Werten“, sagte er der Mitteldeutschen Zeitung. „Um so wichtiger ist es, daß wir die Werte entschlossen gegen alle verteidigen, die sie bekämpfen. Es darf kein Nachgeben und keine Kompromisse geben, die unsere freiheitliche Ordnung erschüttern könnten.“

14:34 Uhr: Einige deutsche Journalisten vergleichen die Attentäter mit den Pegida-Demonstrationen in Dresden

14:32 Uhr: Offenbar war der Anschlag präzise geplant. Laut französischen Medien schlugen die Täter während der wöchentlichen Redaktionssitzung zu. Augenzeugen berichten, einige Opfer seien mit Namen gerufen worden.

14:30 Uhr: Der Terrorismusexperte Alfred Hackensberger schreibt:

14:22 Uhr: Das französische Kabinett wurde zu einer Sonndersitzung zusammengerufen.

14:21 Uhr: Bereits im Dezember war Frankreich Ziel terroristischer Anschläge. In Joué-lès-Tours überfiel ein Mann unter Allahu-Akkbar-Rufen eine Polizeistation. Einen Tag später raste in Dijon ein Autofahrer in eine Menschenmenge.

14:14 Uhr: Staatspräsident Hollande hat einen Großfahndung nach den Tätern ausgerufen. Die Attentäter sind noch immer auf der Flucht. Bisherige Bilanz: 12 Tote und mindestens 20 Verletzte.

14.12 Uhr: Die Täter riefen mehrfach „Der Islamische Staat wird bestehen“.

14.07 Uhr: Unter den bisher zwölf Toten befindet sich offenbar auch Herausgeber Stéphane Charbonnier.

14:04 Uhr: Frankreich unter Schock. Auf den sozialen Netzwerken gibt es bereits eine Solidaritätskampagne mit dem Satiremagazin.

14:02 Uhr: Ein französischer Polizeisprecher bezeichnete den Angriff als schlimmstes Attentat seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. 13:59 Uhr: Der französische Rat der Muslime hat die Tat in einer ersten Reaktion als „barbarischen Akt“ bezeichnet.

13:56 Uhr: Die Bundeskanzlerin schreibt an Frankreichs Staatschef Hollande:

Sehr geehrter Herr Staatspräsident, mit Erschütterung habe ich die Nachricht von dem niederträchtigen Anschlag auf die Zeitungsredaktion in Paris erhalten. Ich möchte Ihnen und Ihren Landsleuten in diesen Stunden des Schmerzes die Anteilnahme der Menschen in Deutschland und mein ganz persönliches Mitgefühl ausdrücken sowie den Hinterbliebenen der Opfer mein aufrichtiges Beileid übermitteln. Diese abscheuliche Tat ist nicht nur ein Angriff auf das Leben französischer Bürgerinnen und Bürger und die innere Sicherheit Frankreichs. Sie stellt auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, ein Kernelement unserer freiheitlich-demokratischen Kultur, der durch nichts zu rechtfertigen ist. Wir stehen in diesen schweren Stunden eng an der Seite unserer französischen Freunde. Mit stillem Gruß Angela Merkel Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

13:53 Uhr: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigte sich erschüttert über den Angriff. Es habe sich um ein „barbarisches, verabscheuungswürdiges“ Verbrechen gehandelt.

13:51 Uhr: Nach ersten Berichten sollen sich angeblich auch eine Handvoll bekannter Karikaturisten unter den Opfern befinden.

13:46 Uhr: Die Schulbehörden von Paris haben alle Schulaktivitäten außerhalb der Unterrichtsgebäude untersagt.

13:45 Uhr: Nach dem Schußwechsel mit der Polizei sollen die Täter einen Autofahrer als Geisel genommen haben.

13:40 Uhr: Die französische Regierung hat für den Großraum Paris die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Die Täter sind noch immer auf der Flucht.

13:35 Uhr: Ein Video zeigt, wie die Attentäter einen französischen Polizisten hinrichten.

13:27 Uhr: Im Internet kursiert ein Video, daß die gezielte Hinrichtung eines Polizisten durch die islamistischen Attentäter zeigt. Darin ist zu sehen, wie sie dem Beamten in den Kopf schießen.

13:24 Uhr: In den sozialen Netzwerken tauchen immer neue Fotos von den Tätern auf, die schwer bewaffnet durch Paris fliehen sollen.

13:21 Uhr: Nach Angaben des Nachrichtensenders N-TV ist die Zahl der Toten auf zwölf gestiegen, darunter zwei Polizisten. Mehrere weitere Redaktionen in Paris wurden unter Polizeischutz gestellt.

13:17 Uhr: Die Täter sind noch immer auf der Flucht und sollen dabei einen Passsanten überfahren haben.

13:10 Uhr: Ein erstes Video des französischen Fernsehens zeigt die Täter bei einem Schußwechsel mit der Polizei auf offener Straße.

13:07 Uhr: Mehrere Zeugen berichten: Die Täter riefen „Allahu Akbar“.

13:05 Uhr: Dieses Foto soll die Täter zeigen

13:02 Uhr: Der Journalist Pierre de Cossete (Europe1 News) berichtet: „Es wurden mehrere Männer in schwarzen Anoraks gehört, die schrieen: ‘Der Prophet wurde gerächt.‘“

13:00 Uhr: Mindestens elf Tote wurden laut Medienberichten bestätigt. Viele weitere sollen in Lebensgefahr schweben.

12:58 Uhr: Hollande weiter: „Zahlreiche Terrorangriffe konnten in den vergangenen Wochen verhindert werden. Wir wurden attackiert, weil wir eine Nation sind, die für Freiheit steht. Wir werden die Aggressoren bestrafen.“

12:54 Uhr: Staatspräsident Hollande spricht nun offiziell von einem Terrorangriff. „Wir werden die Täter finden und der Gerechtigkeit zuführen.“ Die Männer sind derzeit noch auf der Flucht.

12:50 Uhr: Nach ersten Berichten drangen mindestens drei Täter in die Redaktionsräume ein und eröffneten das Feuer. Bereits 2011 war es zu einem Brandanschlag auf die Zeitung gekommen, nachdem diese Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte.

12:48 Uhr: Der britische Premieminister David Cameron schreibt auf Twitter: „Wir stehen an der Seite des französischen Volkes im Kampf gegen den Terror und bei der Verteidigung der Pressefreiheit.“

12:45 Uhr: Laut ersten Polizeiinformationen drangen die Täter mit zwei Kalaschnikows und einem Raketenwerfer in die Redaktion ein. Staatspräsident François Hollande und Premierminister sind derzeit auf dem Weg zum Tatort.

Polizei und Krankenwagen: Mindestens 12 Tote Foto: dpa/ap

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

CATCODE: Article_Ausland