Joachim Kuhs
Ramstein
Amerikanische Soldaten auf dem Flughafen Ramstein Foto: picture alliance/dpa

Furcht vor islamistischen Attentätern
 

US-Soldaten sollen in Öffentlichkeit auf Uniform verzichten

STUTTGART. Das Oberkommando der amerikanischen Streitkräfte in Europa (EUCOM) hat seinen Soldaten geraten, künftig keine Uniform mehr in der Öffentlichkeit zu tragen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, fürchtet die amerikanische Armee offenbar, ihre Soldaten könnten Anschlagsziele islamistischer Einzeltäter werden. Hintergrund ist der Einsatz der Vereinigten Staaten gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak.

„Wir gehen von einer Gefahr für unsere Soldaten aus“, schrieb der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des EUCOM, Navy-Captain Greg Hick. Das Oberkommando habe sich zu diesem Schritt aus Sorge um die Sicherheit der Soldaten und ihrer Familien entschlossen.

Keine Uniform in U-Bahnen und Supermärkten

Einige in Rheinland-Pfalz stationierte amerikanische Einheiten wurden bereits angewiesen, daß ihre Soldaten darauf verzichten sollen, in Fußgängerzonen, U-Bahnen und Supermärkten Uniform zu tragen.

Möglicherweise fürchten die amerikanischen Streitkräfte Attentate wie 2013 in London. Damals hatten zwei Islamisten einen britischen Veteranen auf offener Straße überfallen und unter „Allahu Akkbar“-Rufen regelrecht abgeschlachtet.

2011 hatte ein mutmaßlicher Islamist aus dem Kosovo auf dem Frankfurter Flughafen auf eine Gruppe amerikanischer Soldaten geschossen und zwei von ihnen getötet. (krk)

Amerikanische Soldaten auf dem Flughafen Ramstein Foto: picture alliance/dpa
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