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Trauer um einen ermordeten Christen
Trauer um einen ermordeten Christen in Pakistan: Die Gewalt nimmt zu Foto: picture alliance/dpa

Open Doors
 

Mehr als 100 Millionen Christen leiden unter Verfolgungen

KELKHEIM. Die Situation der weltweit über 100 Millionen verfolgten Christen hat sich erneut verschlechtert. Besonders schlimm ist die Situation von Christen in Nordkorea, Somalia und Syrien. Das geht aus dem diesjährigen Weltverfolgungsindex des chritslichen Hilfswerks Open Doors hervor. Mit Somalia steht erstmals ein afrikanisches Land südlich der Sahara auf Platz zwei.

Der Bürgerkrieg und das Erstarken radikalislamischer Milizen hat die Lage der Christen in Syrien weiter verschärft. Im vergangenen Jahr noch auf Platz 11, kletterte das Land dieses Mal auf Platz 3. Ein wichtiger Grund dafür ist, daß der als Protektor der christlichen Minderheit geltende Präsident Bashar al-Assad nur noch Teile des Landes kontrolliert.

An der Spitze steht bereits zum zwölften Mal in Folge Nordkorea. Open Doors kommt zu dem Schluß, daß auch unter dem neuen Machthaber Kim Jong Un die staatlichen Repressionen gegen Christen nicht abgenommen haben. Zwischen 150.000 und 200.000 Christen fristen ihr Dasein unter menschenunwürdigen Bedingungen in den berüchtigten Arbeitslagern des Regimes.

Verfolgung hat nicht immer religiöse Hintergründe

Daß Verfolgung nicht immer einen kommunistischen oder islamischen Hintergrund haben muß, beweisen Kolumbien und Sri Lanka, die in diesem Jahr den größten Sprung im Index gemacht haben.

Die FARC Rebellen, die ungeachtet ihres einmal kommunistischen Hintergrunds laut Open Doors heute weitgehend als Banditen und Drogenhändler auftreten, sowie weitere völlig unideologische, kriminelle Banden, machen in Kolumbien Jagd auf Christen, die ihren Drogengeschäften im Weg stehen könnten. Entführungen und Ermordungen von Pastoren gehören in Teilen des Landes mittlerweile zum Alltag.

Sri Lanka (Platz 29) taucht in diesem Jahr erstmals im Verfolgungsindex auf. Die lokalen Gemeinden sahen sich im vergangenen Jahr mehr als 50 Anschlägen auf Kirchen ausgesetzt, die auf das Konto einer nationalistisch-buddhistischen Bewegung gehen.

Open Doors legt Wert auf die Feststellung, daß die höheren Platzierungen von Staaten wie Saudi-Arabien (6) oder Afghanistan (5), die im vergangenen Jahr noch die Plätze zwei und drei belegt haben, nicht auf einen Rückgang der Verfolgung in den jeweiligen Ländern zurückzuführen sind, sondern auf einen Anstieg in den höher platzierten Ländern. (tb)

Trauer um einen ermordeten Christen in Pakistan: Die Gewalt nimmt zu Foto: picture alliance/dpa
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