Markus Krall Freiheit oder Untergang
Betende Frauen in Liberia
Betende Frauen in Liberia: Die Seuche ist außer Kontrolle Foto: picture alliance/dpa

Seuche
 

Ebola: WHO ruft internationalen Notstand aus

GENF. Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) außer Kontrolle. Am Freitag rief sie den internationalen Notstand aus, um die Seuche effektiv zu bekämpfen. Damit ist die WHO berechtigt, weltweit Vorschriften zu Eindämmung des Virus zu erlassen.

Möglich sind unter anderem Einschränkungen des Reiseverkehrs, Grenzschließungen sowie Quarantäne-Vorkehrungen. Angesichts der Ausbreitung der oft tödlichen Krankheit hatte die US-Arzneimittelbehörde bereits die Beschränkungen von Medikamenten gegen Ebola heruntergesetzt. Zwei amerikanische Mediziner, die sich in Afrika angesteckt hatten, wurden in den USA bereits erfolgreich mit einem in der Testphase befindlichen Mittel behandelt.

Auch Spanien ließ einen Infizierten aus der Krisenregion ausfliegen. Der Priester wird nun in einem Spezialklinikum behandelt. Insgesamt sind in Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria bisher knapp 2.000 Menschen am Ebola-Fieber erkrankt, von denen 932 starben. Auch in Mali gibt es erste Verdachtsfälle. Dort sind derzeit auch mehr als 150 Bundeswehrsoldaten stationiert. Für die deutschen Streitkräfte wurde mittlerweile ein Notfallplan ausgearbeitet. Die Europäische Union bezeichnete die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung nach Europa als „sehr gering“. (ho)

Betende Frauen in Liberia: Die Seuche ist außer Kontrolle Foto: picture alliance/dpa
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