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Amerikanische Geheimdienste
 

Auch Spanien im Visier der NSA

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Demonstration gegen Überwachung in Washington: Neue Enthüllungen über NSA Foto: picture alliance/Photoshot

MADRID/WASHINGTON. Der amerikanische Geheimdienst NSA hat offenbar auch in Spanien Verbindungsdaten in großem Stil gesammelt. Wie die Zeitung El Mundo berichtet, sollen allein in einer Woche im Dezember vergangenen Jahres 60,5 Millionen Verbindungsdaten gespeichert worden sein. Gesammelt wurden demnach Telefonnummern und Ortsangaben.

Das Blatt beruft sich dabei auf Datensätze des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden, der nach seiner Flucht aus den Vereinigten Staaten mittlerweile in Rußland Asyl gefunden hat. Die Regierung in Madrid hat mittlerweile angekündigt, den amerikanischen Botschafter einzubestellen.

Merkel Überwachung nicht dementiert

Unterdessen geht auch in Deutschland die Debatte über die Überwachung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durch die NSA weiter. Mehrere Experten bestätigten, daß die Vereinigten Staaten von ihrer Botschaft aus in Berlin Mitte den Großteil der Kommunikation im Regierungsviertel abfangen.

Nach Angaben des Spiegel sollen in der amerikanischen Botschaft 18 NSA-Agenten stationiert sein, die mit modernster Technologie Daten sammeln. Medienberichte, wonach Merkel bereits seit 2002 im Visier der amerikanischen Geheimdienste steht, dementierte die Obama-Administration nicht. Sie sicherte lediglich zu, daß die Kanzlerin derzeit und künftig nicht abgehört werde.

Wie die Bild-Zeitung zuvor unter Berufung auf hochrangige amerikanische Geheimdienstmitarbeiter berichtete, soll Obama bereits 2010 von der Ausspähung Merkels erfahren und diese nicht gestoppt haben. Dem Bericht zufolge fingen die NSA-Spezialisten den Inhalt von Merkels SMS und ihre Telefongespräche ab. 

Japaner brüskierten NSA

Und auch diese Sache wurde nun bekannt: Die japanische Regierung hat eine Zusammenarbeit mit der NSA bei der Bespitzelung abgelehnt. Wie die Japan Times berichtet, hat sich die US-Behörde 2011 darum bemüht, die Asien-Pazifik-Kabel für Sprach- und Datenverkehr in Asien anzuzapfen.

Das Zielobjekt der NSA soll vor allem China gewesen sein. Laut dem Zeitungsbericht hat Tokio die Bitte der Amerikaner jedoch mit Verweis auf rechtliche Beschränkungen und Personalmangel abgelehnt. (ho/rg)

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