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Kritik am Kommunismus
 

Bundesregierung: Litauischer Diplomat verharmlost Nationalsozialismus

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Vygaudas Ušackas: Der EU-Diplomat steht in der Kritik der Bundesregierung Foto: ec.europa.eu

BERLIN. Die Bundesregierung hat dem EU-Botschafter in Afghanistan, Vygaudas Ušackas, „Relativierung nationalsozialistischen Unrechts“ vorgeworfen. Der ehemalige litauische Außenminister hatte die Besetzung seines Landes durch die Nationalsozialisten 1941 bis 1944 in einem Beitrag für das Wall Street Journal als Atempause von der kommunistischen Herrschaft bezeichnet.

Für die Regierung verbiete sich eine derartige „positive Bewertung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“, teilte das Auswärtige Amt auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion mit. Der Beitrag war bereits am 6. Dezember 2011 erschienen und hatte bei der Linkspartei für heftige Empörung gesorgt. Diese warf dem Litauer, dessen Eltern von den Sowjets nach Kriegsende nach Sibirien deportiert wurden, vor, den Holocaust zu verharmlosen.

Die Linken hatte die Bundesregierung zudem aufgefordert, „dringende Schritte“ zu unternehmen, um den Politiker aus seinem Amt zu entlassen. Die jahrzehntelange sowjetische Besatzung wollten die Linken jedoch nicht thematisieren. Während der kommunistischen Herrschaft waren mehr als 500.000 Litauer in sowjetischen Vernichtungslagern oder während Säuberungsaktionen ermordet worden. (ho)

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