Schweiz

Menschenrechtsaktivist muß Asylanten weichen

Pfaeffikon_ZH_Gemeindehaus_Wikimedia
Das Gemeindehaus in Pfäffikon ZH: Schweizer Bürgern wegen Asylanten gekündigt Foto: Wikimedia

ZÜRICH. Weil in ihrem Haus Asylbewerber einquartiert werden sollen, müssen mehrere Schweizer ihre Wohnungen verlassen. Zu ihnen gehört auch der ehemalige Leiter der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitisums, Michael Chiller-Glaus. Die Gemeinde Pfäffikon im Zürcher Oberland hatte den Mietern zum Monatsende gekündigt.

Für die Maßnahme zeigte Chiller-Glaus, der mit seiner vierköpfigen Familie eine neue Bleibe suchen mußte, wenig Verständnis. „Das kann doch nicht sein, daß man Familien auf die Straße stellt, um neue darin zu platzieren“, sagte er dem Schweizer Magazin Blick.

Asylbewerber bei privaten Vermietern unbeliebt

Chiller-Glaus betonte, er habe nur mit Glück rechtzeitig eine neue Bleibe gefunden. „Weniger Glück haben meine kosovarischen Nachbarn. Sie müssen Ende Monat raus und haben noch keine neue Wohnung in Aussicht.“

Die Gemeinde verteidigte ihre Vorgehensweise. Private Vermieter würden sich weigern, Wohnungsraum an Asylbewerber zu vermieten. „Deshalb müssen wir eigene Wohnungen zur Verfügung stellen“, sagte der Verwalter der Liegenschaften, Martin Weber.

Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitisums hat es sich zur Aufgabe gemacht, angeblich ausländerfeindliche Vorfälle wie „Behördenrassismus“ und „Diskriminierung“ zu registrieren. „Das öffentliche Bewusstsein für Toleranz, Menschenrechte und friedliches Zusammenleben zu fördern und aktiv gegen Diskriminierung auftreten sind unsere Anliegen.“ (FA)

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

Hierfür wurden keine ähnlichen Themen gefunden.

aktuelles

All articles loaded
No more articles to load