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Österreich
 

Rosenkranz kandidiert für Bundespräsidenten-Amt

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Barbara Rosenkranz: „die Hofburg der SPÖ nicht kampflos überlassen.“ Foto: privat

WIEN. Die niederösterreichische Landesrätin Barbara Rosenkranz (FPÖ) kandidiert für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten. Die freiheitliche Politikerin soll damit am 25. April gegen den Amtsinhaber Heinz Fischer (SPÖ) ins Rennen gehen.

Mit der Kandidatin wolle seine Partei „den ÖVP-Wählern ein klares Angebot“ machen, so der FPÖ-Vorsitzende Heinz Christian Strache. Die Österreichische Volkspartei, die in Wien mit den Sozialdemokraten in einer Koalition regiert, hatte auf die Nominierung eines eigenen Kandidaten verzichtet.

„Es kann nicht nur einen Bewerber für dieses Amt geben. Wir leben nicht in Nordkorea“, bekräftigte der FPÖ-Chef gegenüber der Kronen-Zeitung. Er rechne mit rund 30 Prozent der Stimmen für die FPÖ.

„Kniefall vor der SPÖ“

Viele bürgerliche Wähler würden nicht verstehen, daß die ÖVP „als eine angeblich staatstragende und christlich-soziale Partei nicht die ideologische Auseinandersetzung mit der SPÖ“ aufnehme.

Die Entscheidung der ÖVP, keinen Kandidaten aufzustellen, sei ein Kniefall vor den Sozialdemokraten, kritisierte der Parteichef: „Die Freiheitlichen werden die Hofburg der SPÖ nicht kampflos überlassen.“

Strache begründete seine Entscheidung, nicht selbst zu kandidieren, mit seinem Antritt bei der Landtagswahl in der Hauptstadt. Er stehe bei den Wienern im Wort, „daß ich bei den wichtigsten Wahlen in diesem Jahr um das Amt des Bürgermeisters kämpfen werde“, sagte Strache im Krone-Interview.

Studie über „Gender Mainstreaming“

Die 1958 in Salzburg geborene Rosenkranz studierte Geschichte und Philosophie. In der Regierung des Bundeslandes Niederösterreich ist sie für das Ressort Tierschutz und Baurecht zuständig.

Bis 2008 war die Mutter von zehn Kindern Abgeordnete des Nationalrats. Im selben Jahr erschien auch ihre Studie „MenschInnen. Gender Mainstreaming – auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen“.

Seit 2005 amtiert Rosenkranz als stellvertretende Bundesvorsitzende der Freiheitlichen. Am Dienstag muß noch der FPÖ-Parteivorstand formal der Nominierung von Frau Rosenkranz zustimmen. (vo)

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