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Großbritannien
 

Plan für Masseneinwanderung bringt Labour in Bedrängnis

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Tower Bridge in London. Hat Labour die Masseneinwanderung aus Wahlkalkül angestrebt? Foto: Pixelio/Ingelotte

LONDON. Ein geheimes Strategiepapier der Labour-Partei, in dem eine gezielte Masseneinwanderung zur Herrschaftssicherung empfohlen wird, sorgt in Großbritiannien für Streit. Die Tory-Partei verlangte eine unabhängige Untersuchung durch das Parlament.

Das Dokument, das bereits aus dem jahr 2000 stammt, hatte ein ehemaliger Berater von Ex-Premier Tony Blair, Andrew Neather, öffentlich gemacht. Neather sagte, die forcierte Einwanderungspolitik der vergangenen Jahre sei ein Versuch der Regierung, „das Königreich wahrhaft multikulturell zu machen“. Man wolle das Land radikal verändern und „die Rechten“ vor vollendete Tatsachen stellen.

Masseneinwanderung als „sozialer Grundsatz“

Nach massiven Protesten der einwanderungskritischen Organisation „Migrationwatch“ wurde das Papier „Migration: eine Wirtschafts- und Sozialanalyse“ in dieser Woche veröffentlicht, nachdem es zuvor nur um wesentliche Passagen gekürzt zirkulierte. Für Streit sorgen dabei Formulierungen, welche die Masseneinwanderung als „sozialen Grundsatz“ festschreiben.

Der Vorsitzende von „Migrationwatch“, Sir Andrew Green, sieht hierin den Vorwurf Neathers bestätigt. Labour habe die Masseneinwanderung nach Großbritannien gezielt gefördert. Der damalige Innenminister Jack Straw wies dagegen die Vorwürfe zurück.

Laut Umfragen wählen Einwanderer mehrheitlich Labour. Allerdings häufen sich  Wahlverluste in einstigen Labour-Hochburgen, wie der spektakuläre Gewinn von zwei Sitzen im EU-Parlament durch die rechte BNP gezeigt hat. Beobachter sehen hier einen Grund für die zunehmend einwanderungskritischen Äußerungen von Labour-Politikern. (FA)

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