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Kongreßwahl
 

Obama verliert seine wichtigsten Berater

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Präsidentenberater Axelrod Foto: Wikipedia/ amerikanische Regierung

WASHINGTON. Präsident Barack Obama wird in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit ohne seine wichtigsten Vertrauten auskommen müssen. Von entscheidender Bedeutung ist der Verlust von David Axelrod, der 2011 nach Chicago zurückkehren wird. Axelrod galt als wichtigster Wahlkampfmanager Obamas und diente ihm seit seinem Amtsantritt als Berater.

Axelrods baldigem Ausscheiden aus dem Amt ging eine Welle von Demissionen voraus: Rahm Emanuel, Obamas Stabschef, hat sein Amt bereits am 1. Oktober kurzfristig niedergelegt. Der 50jährige kämpft darum, Bürgermeister von Chicago zu werden. Die drittgrößte Stadt der USA wählt am 22. Februar 2011 ein neues Stadtoberhaupt. Falls nötig, findet am 5. April eine Stichwahl statt.

Axelrod und Emanuel verlassen Obamas Mannschaft

Weitere Obama-Vertraute, die die Regierungsarbeit an den Nagel hängen, sind der ehemalige Viersterne-General James Jones, der aus seinem Amt als Nationaler Sicherheitsberater ausscheidet. Mit Peter Orszag, Christina Rohmer und Lawrence Summers ziehen sich gleich drei wichtige Wirtschaftsberater zurück.

Obama geht damit geschwächt in die zweite Hälfte seiner Amtszeit. Bei der morgigen Kongreßwahl droht der Demokratischen Partei Obamas obendrein ein Fiasko. Den Republikanern wird ein großer Sieg vorausgesagt. In Umfragen lagen sie zuletzt durchschnittlich acht Prozent vor den Demokraten. Prognosen zeigen, daß dies einem Zuwachs von rund sechzig Parlamentsmandaten entspricht. (rg)

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