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Frankreich
 

Frankreichs Präsidenten-Partei erleidet Wahlschlappe

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Historisches Stadtviertel von Kolmar: im Elsaß gewann die konservative UMP Foto: Pixelio/Claudia G.

PARIS. Bei den Regionalwahlen in Frankreich hat die konservative UMP von Präsident Nicolas Sarkozy zum Teil herbe Verluste einstecken müssen. Sie kam laut vorläufigem Endergebnis im ersten Wahldurchgang nur auf 26,18 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl zur Nationalversammlung im Jahr 2007 hatte die UMP im ersten Wahldurchgang noch ein Ergebnis von 39,5 Prozent erzielt.

Stärkste Kraft landesweit wurden die oppositionellen Sozialisten mit 29,48 Prozent; sie haben sich damit gegenüber der Nationalversammlungswahl 2007, bei der sie auf 24,7 Prozent kamen, verbessert. Stark abgeschnitten hat auch der rechte Front National (FN), der im Landesdurchschnitt 11,74 Prozent erhielt, was einem Gewinn von fast siebeneinhalb Prozentpunkten gegenüber dem Wahlergebnis von 2007 entspricht.

Erfolge nur im Elsaß und in Übersee

Die Anhänger des 81jährigen Parteigründers Jean-Marie Le Pen haben sich in zwölf Regionen für die zweite Runde der Wahlen am 21. März qualifiziert, bei der nur Parteien antreten dürfen, die im ersten Wahlgang mehr als zehn Prozent der Stimmen erhielten. In der Region Provence-Alpen-Côte d‘Azur kam der FN auf ein Ergebnis von 20,29 Prozent.

Während die Sozialisten bei den anstehenden Stichwahlen auf Bündnisse mit den Grünen und kleineren Linksparteien setzen können, mit denen sie im ersten Wahlgang landesweit zusammen 53,46 Prozent erzielten, kämen die Konservativen mit potentiellen bürgerlichen Bündnispartnern lediglich auf 38,93 Prozent.

Nennenswerte Erfolge konnte die Präsidenten-Partei UMP nur im Elsaß (38 Prozent) sowie in der Übersee-Provinz Französisch-Guayana (40 Prozent) verbuchen. Besonders stark schnitten die Sozialisten in der Region Pyrenäen (41,6 Prozent) sowie auf Guadeloupe (56,51 Prozent) ab. Auf Korsika konnten zwei nationalistische Parteien mit zusammen 27,76 Prozent stärkste Kraft werden. (vo)

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