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Reformen, wohin man blickt

Deutschland startet durch. So wird die Reform in der beruflichen Bildung, die ab 1. August 2005 in Kraft tritt, die „Zukunftsfähigkeit sichern“, wie Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn siegesgewiß prophezeit. „Mit Ausbildungsplätzen in den neuen Berufen sichert die Wirtschaft ihren Fachkräftebedarf für die Zukunft“, preist die SPD-Politikerin das deutsche Erfolgsmodell Ausbildung – vor allem mit den fünf neuen und 18 „modernisierten“ Berufen, die auch die „Voraussetzung“ für eine „Konkurrenzfähigkeit im internationalen Wettbewerb“ bescheren sollen. Und tatsächlich: Gegenüber dem neuen Ausbildungsberuf „Fachkraft Agrarservice“, welche Pflanzenproduktion und den Einsatz von Agrartechnik beherrschen soll, wird mancher schnöde Bauer aus Italien oder Polen ziemlich dumm aus der Wäsche schauen. Auch bei den „modernisierten“ Berufen sollte sich die internationale Konkurrenz ab dem Sommer schon mal warm anziehen. Dann wird nämlich der „Verfahrungstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft“ beweisen, wie hinterwäldlerisch deutsche Müller bisher gewirtschaftet haben, der „Produktionsveredler Textil“ seinen nur „Textilveredler“ gelernten Gesellen Mores lehren. Bulmahn hat bereits angekündigt, daß der Reformrausch 2006 anhält. Dann wird endlich die Durchführung des Tanzschulbetriebs nach Ausbildungsnormen unserer Wirtschaft auf die Beine helfen.

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