Superwahljahr

 

Druckteufeleien

Letzten Dienstag mußten die Leser auf ihre morgendliche Ausgabe der Frankfurter Rundschau vergebens warten. Den Großhändlern wurde kurz mitgeteilt, daß wegen eines Druckausfalls das Blatt nicht geliefert werden könne und auch kein Nachdruck erfolge. Ursache war die Furcht vor einem größeren Imageschaden, der durch die fehlenden zwei Buchstaben „Un“ auf der Titelseite hätte verursacht werden können. Denn durch einen widrigen Umstand fehlten diese beiden Lettern pikanterweise vor dem Wort „abhängig“. Der Geschäftsführer der FR, Günter Kamissek, beteuerte, daß es sich um einen technischen Fehler handele und eine absichtliche Änderung eines Mitarbeiters auszuschließen sei. So muß dann wohl der Druckteufel dahintergesteckt haben. Vielleicht wollte dieser den vor zwei Monaten erfolgten Besitzwechsel der linken Zeitung zur SPD-Medienholding ddvg dem FR-Leser persönlich mitteilen und deutlich machen, daß er keine „Unabhängige Tageszeitung“ liest.

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