17. Juni 1953

Ihrer gefallenen Kameraden gedachten die Veteranen der Vereinigung 17. Juni 1953 und des Arbeitskreises 17. Juni am 51. Jahrestag des Volksaufstandes in der vergangenen Woche. Wie gewohnt versammelten sich ihre Mitglieder – je etwa 15 Personen – getrennt an ihren jeweiligen Gedenkstätten, dem ehemaligen Haus der Ministerien (heute Bundesfinanzministerium) in Berlin-Mitte und dem Gedenkkreuz in Berlin-Zehlendorf. Anschließend legten weitere Teilnehmer Blumengebinde nieder. Bundeskanzler, Regierender Bürgermeister und Berliner Abgeordnetenhaus hatten Kränze geschickt. Eine Abordnung der NPD, die am Mahnmal der Opfer für den Stalinismus in Berlin-Charlottenburg Blumen niederlegen wollte, wurde auf Initiative des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen symbolisch von der dortigen Gedenkveranstaltung der Gemeinschaft der DDR-Opferverbände ausgeschlossen. Zur offiziellen Gefallenenehrung der Bundesrepublik Deutschland – vertreten durch Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) – und des Landes Berlin auf dem Friedhof Seestraße in Berlin-Wedding fanden sich etwa 100 Teilnehmer zusammen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ließ sich „wegen eines Termins im Bundeskanzleramt“, wie die Pressestelle des Roten Rathauses der JF mitteilte, erneut nur vertreten. Bereits 2002 hatte Wowereit an der Gedenkveranstaltung „aus terminlichen Gründen“ nicht teilgenommen und damit nach 49 Jahren die Tradition der Ehrung der Opfer des 17. Juni durch den Regierenden Bürgermeister unterbrochen. Im vergangenen Jahr, zum medienträchtigen 50. Jahrestag, hatte er dagegen nicht nur auf dem Friedhof Seestraße, sondern auch am Zehlendorfer Gedenkkreuz gesprochen. Foto: Gedenkkreuz in Berlin-Zehlendorf für die Opfer des 17. Juni

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