Extremisten

Ist der Extremismus wirklich gefährlich? Welch scheinbar dumme Frage. Ist doch der Kampf dagegen Grundlage der BRD-Staatsräson seit Adenauers Tagen. Allerdings hat man damals noch den Extremismus von rechts und von links in gleicher Weise bekämpft. Das hat die rotgrüne Regierung zum Schlechteren geändert. Die Posteninhaber seit 1998 sind jene linken Achtundsechziger, die erfolgreich in die Institutionen hineinmarschiert sind und nach dem Motto „haltet den Dieb“ die rechte Gefahr benutzen, um von ihrer eigenen linksextremen Vergangenheit als Terroristenanwälte, Maoisten, SED-Bonzen und gewalttätige „Putzgrüppler“ abzulenken. Welche Gefahr geht denn nun tatsächlich heute vom Extremismus aus? Doch eigentlich keine. Die Offiziellen betonen sogar regelmäßig in ihren „Verfassungsschutzberichten“, eine Gefährdung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung gehe selbst vom Rechtsextremismus nicht aus. Ja, weswegen dann das Verbotsverfahren gegen die NPD und die Millionensummen für antirechte Aktivitäten? Nur Geschäftemacherei? Bloße persönliche Vorteilsnahme? Was vom Linksextremismus zu halten ist, konnte man am 12. Januar beobachten. An diesem Tage versammelte sich die Pleite-PDS und ihr linksextremes Umfeld auf dem „Friedhof der Sozialisten“ in Berlin-Friedrichsfelde. Auf einem Friedhof. Dort passen sie hin, denn was dort herumstand, das waren nicht die Letzten von gestern, sondern die Allerletzten von vorgestern. Ewiggestriger geht’s gar nicht. Und die sollen gefährlich sein? Jawohl, ein Rest an Gemeingefährlichkeit bleibt und zwar durch ihre antifaschistische Volksverhetzung. Hier liegt die Verbindung zu und mit Rot-Grün. Die Pleitesozialisten sind nicht aus eigener Kraft erfolgreich, sondern infolge bürgerlicher Dummheit. Auch die sogenannten bürgerlichen Parteien tappen in die Antifa-Falle („Was soll das Ausland von uns denken?“), weil sie genauso plan-, richtungs- und konzeptionslos sind, wie die vorgestrigen Linken. Dieses Vakuum wird mit antifaschistischen Phrasen bemäntelt. Weiß man schon nicht, wofür man ist, so weiß man doch wenigstens, wogegen. Den „Kampf gegen Rechts“ als volksverhetzende Geschäftemacherei zu enttarnen, bleibt auch in diesem Jahr eine wichtige Aufgabe. Hinter der moralisierenden Phrase lauert die rot-grüne Bevormundung. Paßt bloß auf ! Prof. Dr. Hans-Helmuth Knütter lehrte Politikwissenschaften an der Universität Bonn.

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