Klaus-Rüdiger Mai Die Zukunft gestalten wir!

 

Wunderheiler

Sie waren und sind die wahren Helden des Fußballs: Erich Deuser, der 1951 als Masseur zur deutschen Fußballnationalmannschaft kam. Adolf „Adi“ Katzenmeier, der seit bald 45 Jahren die Kicker knetet und als „Vater der Nationalmannschaft“ zu Film­ehren kam. Und wer kennt ihn nicht — den glatzköpfigen brasilianischen Wunderheiler-Masseur Mario Americo? Bewehrt mit Plastikeimer und einem Ledergürtel voller Wundermittel schützte er die Pelés, Jairzinhos und Paulo Cesars vor „bösen Mächten“ und wurde so zur „prägnantesten Erscheinung des Weltfußballs“ (FAZ). Eine prägnante Erscheinung des Weltfußballs ist er zwar nicht, dafür „einer der besten Ärzte der Welt“ (Bayern-Kapitän Mark van Bommel). Seit 1977 saß er auf der Bank der Münchner Bayern, überlebte ein gutes Dutzend Trainer, trug über dreißig Jahre die selbe Frisur und war als Bayern- und Promi-„Doc“ nicht mehr wegzudenken. Doch nun ist es geschehen. Dr. Hans-Wilhelm Müller Wohlfahrt (66) hat die Bayern-Bank verlassen. Ein Opfer der Klinsmann-Neuordnung? Arbeitsüberlastung, heißt es offiziell. Klinik-Projekte in Dubai, Moskau, Rom, weiß die Bild. Aber keine Panik. Dem Projekt Nationalelf bleibt „Mull“ noch erhalten.

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