Carl Szokoll, Teilnehmer des 20. Juli 1944

Wo möchten Sie jetzt am liebsten sein?

Nicht aufzuhören, Wünsche und Ziele zu haben.

Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

Wenn ich glaube, vor der Verwirklichung einer Aufgabe zu sein, die ich mir selbst gestellt habe.

Was bedeutet Heimat für Sie?

Sie ist mir von Geburt an gegeben – ich würde immer nach Wien zurückkehren.

Was ist Ihnen wichtig im Leben?

Der Erfolg: die kleine eigene und die große allgemeine Situation verbessern zu können.

Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben?

Ein Weltbild, das auf Gehorsam aufgebaut war.

Welches Buch hat Sie nachhaltig beeinflußt?

Erich Maria Remarque: "Im Westen nichts Neues".

Welche Musik mögen Sie?

Mozart.

Welches Ereignis ist für die Welt das einschneidendste gewesen?

Der Sturz der Berliner Mauer.

Was möchten Sie verändern?

Mitzuhelfen, daß es gelänge, aus der Welt der Kriege eine des Friedens zu machen.

Woran glauben Sie?

An das Gute im Menschen.

Welche Werte sollen wir unseren Kindern weitergeben?

Daß alle Menschen gleich sind.

Welche Bedeutung hat der Tod für Sie?

Ich bin mit ihm auf Du und Du. Fünfmal hat er mich fast erwischt.

Carl Szokoll , 89, war am 20. Juli 1944 Stauffenbergs Mann in Wien und organisierte dort die Operation "Walküre". Mit der Operation "Radetzky" verhinderten er und seine Mitstreiter im April 1945 die Zerstörung Wiens.

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
Hierfür wurden keine ähnlichen Themen gefunden.
aktuelles