Klaus-Rüdiger Mai Die Zukunft gestalten wir!

 

Wardriving

Die Idee wurzelt im „Wardialling“ der Achtziger, als Hacker ihre Rechner nachts alle Telefonnummern einer Stadt durchwählen ließen. Die Modems waren so programmiert, daß nach dreimaligem Klingeln aufgelegt wurde, da spätestens jetzt ein Rechner abgenommen hätte. Wenn die Gegenstelle ein Computer war, speicherte der PC des Hackers diese Nummer zur Nacharbeit. Diese Methode war preiswert, da nachts kaum jemand abnahm. Jedoch waren Hacker durch Fangschaltungen leicht zu identifizieren, sieht man einmal davon ab, daß regelmäßig halbe Städte unsanft geweckt wurden. Heute braucht man eigentlich nur durch die Gegend zu fahren und PDA oder Notebook auf Empfang zu stellen. Ausgefuchste koppeln das System mit GPS-Empfängern, ungeschützte Netzwerke werden gleich im Stadtplan markiert. Dabei ist das Suchen und Sammeln der Daten noch nicht einmal illegal, da die Parameter von sich aus gesendet werden. Und weil Hacker nicht mehr auf Telefonleitungen angewiesen sind, wird es immer schwerer, sie aufzuspüren. In Zeiten, wo man überall drahtlose Rechner kaufen kann, ist die Gefährdung immens und reicht vom Ausspähen intimer Daten über den Internetzugriff auf fremde Kosten bis hin zur Wirtschaftsspionage. Experten warnen bereits, daß die Datensicherheit um mehr als zehn Jahre zurückgeworfen wurde. Zumal die im 802.11-Standard angebotene Basisverschlüsselung nur einen rudimentären Schutz bietet, sollte nur der Anwender die Geräte erwerben, der sich auch zu schützen weiß, mahnt Euer EROL STERN

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