Jubiläen

Zur Zeit reiht sich ein Ehrentag an den anderen. So wurde zum Beispiel am 25. Juni 1903 George Orwell, der Autor weltbekannter Klassiker wie „1984“ und „Farm der Tiere“ geboren, wäre also, wenn er nicht 21. Januar 1950 an Tuberkulose verstorben, heute 100 Jahre alt geworden. Sein 1948 begonnener Roman 1984 (fertiggestellt 1949) und der darin vorkommende „Big Brother“ sind aufgrund der allumfassenden Überwachung heutzutage brisanter denn je. Vor diesem Hintergrund steht auch die gegenwärtige Kontroverse um die räumliche Ortung von Straftätern durch die Polizei mittels „Stiller SMS“ auf deren Handies. Doch auch das Handy feiert derzeit Geburtstag. Seit der Markteinführung des Motorola DynaTAC 8000X anno 1983 (der erste „Yuppie-Knochen“) hat es sich vom elitären und nur den Vorstandsetagen vorbehaltenen Prestigeobjekt zum allumfassenden und alltäglichen Gebrauchsgegenstand für jedermann gemausert. Zudem mutiert es zunehmend zum digitalen Alleskönner. Selbst der Softwaregigant Microsoft müht sich derzeit, sein auf das Handy angepaßtes Betriebssystem Windows CE an den Mann und an die Frau zu bringen, scheiterte jedoch bisher – wen wundert’s – an der Zuverlässigkeit des Systems. Ein tolles Handy-Museum findet Ihr übrigens unter Handy-Sammler.de (selbst mein erstes Alcatel von 1994 ist dabei). Weitere Jubilare sind auch die Computerzeitung „Chip“ (eines der wenigen überlebenden Urgesteine der Branche) und der 16-Bit-Mikroprozessor Intel 8086, der Urahn unserer heutigen Pentiums, dessen Erbmasse noch heute in jedem PC steckt, gratuliert Euer EROL STERN

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