Big Media

Die Welt überschrieb einen Beitrag über Al Gore kürzlich mit „Gegengewicht zu konservativen US-Medien“. Dieser versucht nämlich seit Monaten dem vermeintlichen Übergewicht konservativer Medien in seinem Land zu begegnen, indem er einen linksliberalen Fernsehsender gründen möchte. Daß die politische Rechte die US-Medien beherrsche, ist ein Mythos. Vielleicht glaubt Al Gore, der vor seiner Polit-Karriere für den Nashville Tennessean schrieb, daran. Und Eric Altermann, der Autor eines Buches mit dem Titel „Welche liberalen Medien?“, der argumentiert, die Rechte steuere die amerikanischen Zeitungen, TV- und Fernsehsender. Die Wahrheit ist, daß die großen Fernsehanstalten und die übergroße Mehrheit der Zeitungen in den USA linksliberal sind: New York Times, Boston Globe, Washington Post, Chicago Tribune Los Angeles Times und selbst die Boulevardzeitung USA Today. Es soll nicht verschwiegen werden, daß konservative Positionen beim Nachrichtensender Fox News und mit Abstrichen bei der Washington Post dominieren. Meinungsbildende Magazine wie National Review haben eine höhere Auflage als linke Publikationen. Besonders erfolgreich sind nur Radiosendungen wie die von Rush Limbaugh, der rechte Positionen vertritt. Aber „Big Media“ ist seit jeher in der Hand der Linken. Tatsache ist, daß die Mediennutzer konservative Publikationen bevorzugen, wenn die Wahlmöglichkeit besteht – wie im Internet oder beim Radio. Al Gore dürfte deshalb mit seinem neuen Sender genausoviel Erfolg haben wie mit seiner Präsidentschaftskandidatur.

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