Es kommt!

Der amerikanische Erfinder Dean Kamen sorgt für Schlagzeilen. Der Tüftler, der 1970 die erste portable Insulinpumpe entwickelte, machte in jüngster Zeit mit dem IBOT auf sich aufmerksam. Das ist ein elektrischer (und vor allem ziemlich elektronischer!) Rollstuhl, der, auf zwei seiner vier Räder balancierend, sogar Treppen steigen kann. Soviel zur Vorgeschichte, denn eben jener „Daniel Düsentrieb“ hat jetzt ein Buch mit dem aussagekräftigen Titel „It“, übersetzt „Es“, geschrieben. In dem mysteriösen Buch soll seine neueste Erfindung namens „Ginger“ beschrieben sein. Die Erfindung, so brodelt die Gerüchteküche, sei bahnbrechend und bald wichtiger als das Internet. Selbst Wirtschaftszeitungen wie das „Wall Street Journal“ spekulieren, was Ginger sein könne. Bekannt ist bisher lediglich, daß die Einzelteile in eine Einkaufstüte passen und binnen zehn Minuten zusammengefügt werden können. Ginger wird vermutlich unter 2000 Dollar kosten. Weiterhin ist bekannt, daß Dean Kamen bei IT-Guru und Apple-Mitbegründer Steve Jobs, Amazon-Häuptling Jeff Bezos sowie dem einflußreichen Finanzier John Doerr bei einer Vorführung des Prototyps große Begeisterung geweckt und somit mehrere Millionen Dollar für die Weiterentwicklung zur Serienreife akquiriert habe. Vordenker Jobs ließ verlauten, daß künftig „ganze Städte um diese Maschine herum gebaut“ würden. Nachforschungen bei Patentämtern ergaben bisher lediglich, daß Kamen einen motorisierten Roller mit zwei Rädern und nur einer Achse anmeldete, führten also auch ins Leere. Wird Kamen bald reicher als Bill Gates sein oder ist das nur ein gewaltiger Marketing-Gag, grübelt Euer Erol Stern

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