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„Scheißpartei“: Nach Hetzrede im WDR pochen CDU-Rundfunkräte auf Konsequenzen

„Scheißpartei“: Nach Hetzrede im WDR pochen CDU-Rundfunkräte auf Konsequenzen

„Scheißpartei“: Nach Hetzrede im WDR pochen CDU-Rundfunkräte auf Konsequenzen

10.11.2018, Schweiz, Zürich: Der Düsseldorfer Jean-Philippe Kindler (22) gewinnt die 22. Deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam im Hallenstadion. Jean-Philippe Kindler kann super Gedichte schreiben und vortragen. Er arbeitet auch für den WDR. Foto: Birgit Zimmermann/dpa-Zentralbild/dpa - ACHTUNG: Dieses Foto hat dpa bereits im Bildfunk gesendet - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++
10.11.2018, Schweiz, Zürich: Der Düsseldorfer Jean-Philippe Kindler (22) gewinnt die 22. Deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam im Hallenstadion. Jean-Philippe Kindler kann super Gedichte schreiben und vortragen. Er arbeitet auch für den WDR. Foto: Birgit Zimmermann/dpa-Zentralbild/dpa - ACHTUNG: Dieses Foto hat dpa bereits im Bildfunk gesendet - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++
Jean-Philippe Kindler vom WDR plädiert für Radikalisierung Foto: picture alliance/dpa | Birgit Zimmermann
„Scheißpartei“
 

Nach Hetzrede im WDR pochen CDU-Rundfunkräte auf Konsequenzen

Jetzt wird es den CDU-Rundfunkräten zu bunt mit dem WDR. Mehrere CDU-Politiker verlangen Konsequenzen nach den Hetztiraden eines Sendermitarbeiters gegen die Partei. Dem WDR könnte auch die Ausstrahlung von Pädophilen-Witzen neuen Ärger einbringen.
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KÖLN. Die Hetztiraden eines WDR-Mitarbeiters gegen die CDU haben nun deren Mitglieder im Rundfunkrat des Senders auf den Plan gerufen. In einem Brandbrief an den Intendanten Tom Buhrow fordern unter anderem der Vize-Fraktionschef der Partei im Landtag von Nordrhein-Westfalen, Gregor Golland, seine Landtagskollegen Florian Braun und Jan Heinisch sowie ehemalige Abgeordnete Konsequenzen, berichtete Focus, dem das Schreiben vorliegt.

Anlaß sind die Aussagen des freien WDR-Mitarbeiters Jean-Philippe Kindler. Der Moderator hatte wegen der Debatte um den Migrationshintergrund der Silvester-Randalierer die CDU in einem Instagram-Video zum „Feind“ erklärt. Er rief zur „Radikalisierung gegen diese Scheißpartei“ auf und bekannte sich zu „Hetze“, da es nun nicht mehr um politischen Austausch gehe. Stattdessen habe die „Agitation“ gegen die Partei zu beginnen.

#ReformOerr #OerrBlog pic.twitter.com/Od0ypBHGLP

— ÖRR Blog. (@OERRBlog) January 11, 2023

Die CDU-Rundfunkräte pochen noch darauf, daß der WDR „Handlungsfähigkeit“ beweisen müsse. Daher soll Intendant Buhrow auf der kommenden Rundfunkratssitzung Ende Januar darlegen, welche Konsequenzen er wegen des Vorfalls gezogen habe.

WDR droht Ärger wegen Pädophilen-Witzen

Die Verfasser des Brandbriefes mahnen, die Duldung solcher Attacken gegen eine demokratische Partei schadeten „dem ohnehin schon in deutlicher Schieflage geratenen Ruf“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Auch gehörten „Hetze und der Aufruf zur Radikalisierung“ nicht zu den Aufgaben des Senders. Der WDR hatte in einer ersten Reaktion auf das Video erklärt, es handele sich um die Privatmeinung von Kindler.

Außerdem erregte die Übertragung eines Auftritts des Komikers Moritz Neumeier im WDR den Unmut der CDU-Rundfunkräte. Darin machte dieser sich über das Thema Pädophilie und Sex mit Kleinwüchsigen lustig. Zudem spottete er über Eltern, die Vorbehalte gegen Pädophile haben. Die Politiker richteten die Frage an Buhrow, welche Qualitätskriterien intern für solche Sendungen vorgegeben seien.

Nachdem der entsprechende Neumeier-Ausschnitt auch in den sozialen Medien für Aufregung gesorgt hatte, entfernte der Sender die Szenen aus dem Programm. (ag)

Jean-Philippe Kindler vom WDR plädiert für Radikalisierung Foto: picture alliance/dpa | Birgit Zimmermann
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