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Die Runde der WDR-Sendung "Die letzte Instanz" vom 29. Januar Foto: Screenshot/ARD
Die Runde der WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ vom 29. Januar Foto: Screenshot/ARD

„Die letzte Instanz“
 

Nach Rassismus-Kritik: WDR will „noch diverser“ werden

KÖLN. Nach der Kritik an der WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ und darin enthaltenen Aussagen über Rassismus und politische Korrektheit hat der Sender eine Arbeitsgruppe gegründet, um „noch diverser“ zu werden. „Die Kollegen beschäftigen sich zum einen mit möglichen strukturellen Folgen und zum anderen auch mit der Frage, wie der WDR im Programm die laufende Diskussion und Kritik aufgreifen kann“, teilte der öffentlich-rechtliche Sender am Donnerstag mit.

Zugleich betonte der Westdeutsche Rundfunk, sich beim Thema „interkulturelle Vielfalt“ seit Jahrzehnten zu engagieren. „Aus diesem Grund trifft uns die berechtigte Kritik an der Sendung auch besonders hart.“

WDR wählt Volontäre nach Diversität aus

Die Integrationsbeauftragte des WDR, Iva Krtalic, kündigte Ideen und Vorschläge an, „wie wir unser bisheriges Engagement intensivieren und Maßnahmen schneller umsetzen und weiterentwickeln können“. Dabei betonte sie: „Laut einer Studie der Neuen deutschen Medienmacher zur kulturellen Vielfalt in den Medien sind wir Vorreiter auf dem Gebiet. Es kränkt mich, daß viele Menschen, die die Sendung gesehen haben, jetzt ein ganz anderes Bild von uns haben.“

Laut Krtalic führe der WDR „eine auf Diversität ausgerichtete Auswahl der journalistischen Volontäre durch, so daß in den letzten Jahren der Anteil der Volontäre mit einem Migrationshintergrund über 30 Prozent lag“. Dieses Jahr betrage die Quote 38 Prozent.

Nach der Sendung hatten sich mehrere Gäste für ihre Aussagen entschuldigt. Zuvor gab es in den sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung, an dem sich auch SPD-Chefin Saskia Esken beteiligt hatte. (ag)

Die Runde der WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ vom 29. Januar Foto: Screenshot/ARD
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