Öffentlich-Rechtliche

ARD-Intendanten fordern höheren Rundfunkbeitrag

HAMBURG. Die ARD-Intendanten haben eine Erhöhung der Rundfunkgebühren gefordert. „Wir haben seit 2009 bei den verwendbaren Mitteln, also bei den Beitragsgeldern, die wir echt verwenden dürfen, nicht die Teuerung ausgeglichen bekommen, nicht den Verbraucherpreisindex und erst recht nicht die rundfunkspezifische Teuerung“, sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa.

Daher sei „ein Teuerungsausgleich“ notwendig, „wenn die Qualität der Angebote nicht massiv leiden soll“. Schon jetzt hätten aufgrund der Einsparungen der vergangenen Jahre mehr Wiederholungen gesendet werden müssen, bemängelte Wilhelm. Es seien weniger Kameras in den Studios aufgestellt worden, Produktionen hätten mit weniger Drehtagen auskommen müssen und die Altersvorsorge für jüngere Kollegen sei eingeschränkt worden.

Im vergangenen Jahr hatte bereits ZDF-Intendant Thomas Bellut eine gleichlautende Forderung erhoben. „Ohne eine Beitragsanpassung ist das Qualitätsniveau auf keinen Fall zu halten“, sagte Bellut damals. Pro Jahr landen über acht Milliarden Euro in den Kassen der öffentlich-rechtlichen Sender. Der Rundfunkbeitrag ist bis 2020 festgelegt. Mehrere Länder wollen ihn an die Entwicklung der Inflationsrate koppeln statt wie bisher alle vier Jahre neu darüber zu beraten und zu entscheiden. Derzeit werden monatlich 17,50 Euro pro Haushalt fällig. (tb)

Rundfunkbeitrag: Öffentlich-rechtliche Sender erhalten pro Jahr über acht Milliarden Euro Foto: dpa

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