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Dokumentation: Judenhaß hat viele Gesichter

Dokumentation: Judenhaß hat viele Gesichter

Dokumentation: Judenhaß hat viele Gesichter

Al Quds Tag
Al Quds Tag
Demonstranten beim al-Quds Tag in Berlin: Moslemischer Judenhaß Foto: picture alliance / dpa
Dokumentation
 

Judenhaß hat viele Gesichter

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat sich bisher geweigert, die Dokumentation „Der Haß auf Juden in Europa“ auszustrahlen. Darin legen die Macher des Films den Finger in die Wunde: Ein Großteil des Antisemitismus in Europa heute ist links und moslemisch. Vor allem der Haß auf Israel eint beide Gruppen.
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Im Paralleluniversum des öffentlich-rechtlichen Fernsehens sind Sympathien und Abneigungen, Schuld und Unschuld meist klar definiert. Vor allem, wenn es um die Verantwortlichen für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geht. Gerade beim Thema Antisemitismus betreten die Advokaten eines bunten Utopia aber vermintes Gelände, die Zuordnungen verschwimmen.

Wer sich als Journalist heute dem wachsenden Problem des Antisemitismus in Europa widmet, kann, wenn er nicht einen Propagandabericht daraus machen will, moslemischen Judenhaß nicht ignorieren. Dieser ist durch Masseneinwanderung und interne Radikalisierung zur bestimmenden Ausprägung des Antisemitismus auf dem Kontinent geworden.

Vorwurf: mangelnde Ausgewogenheit

Das dachten sich wohl auch die Produzenten der Doku „Der Haß auf Juden in Europa“, in die der WDR und Arte rund 165.000 Euro an Gebührengeldern gesteckt haben. Nach Fertigstellung der Produktion weigerten sich aber sowohl der deutsch-französische Kultursender als auch der Westdeutsche Rundfunk das Material zu veröffentlichen, da es nicht ausgewogen sei. Umso verdienstvoller, daß die Bild-Zeitung am Dienstag den Film öffentlich machte. Der objektive Zuschauer wird sich nach dem Ansehen der 90-Minuten-Doku über den Vorwurf mangelnder Ausgewogenheit die Augen reiben.

Der Film beginnt mit wenig belegten Antisemitismusvorwürfen gegen europäische Intellektuelle vergangener Jahrhunderte. In die Liste der Antisemiten reihen die Macher des Films die Philosophen Voltaire, Hegel und Kant ebenso ein wie die Schriftsteller Moliere und Shakespeare. Ihr Fazit: „Die christliche Kultur ist die Mutter allen Judenhasses“. Auf einen Beleg für diese steile These wartet der Zuschauer vergeblich.

Im Weiteren thematisiert die Dokumentation Judenhaß in Deutschland von rechts und links. Viel Raum nimmt eine vergleichsweise kleine Demonstration von Rechtsradikalen vor dem Bundeskanzleramt ein, bei der der Publizist Jürgen Elsässer ebenso spricht wie radikale Palästinenser.

Moslemischer trifft auf linken Antisemitismus

Aber auch der linke Antisemitismus und seine Denkstrukturen werden gut beleuchtet. „Das Bedürfnis, den Nationalsozialismus zu relativieren, ist teilweise unter Linken noch ausgeprägter als unter den Rechten“, kommt Politikwissenschaftler Stephan Grigat zu Wort. Autsch! Hier versteht man zum ersten Mal, warum in den Chefredaktionen des WDR und Arte der Beitrag für betretene Gesichter sorgte.

Moslemische Antisemiten, die „Tod den Juden“ skandierend durch Paris laufen, sollten ein Warnsignal für Europa sein. Den Hintergründen des moslemischen Antisemitismus in Frankreich gewährt der Film breiten Raum. Auch die enge Verzahnung zwischen radikalen Moslems, arabischen Antizionisten und europäischen Linken, die unter dem Kürzel BDS zu Boykotten gegen Israel aufrufen, stehen im Mittelpunkt

Hier sind es unter anderem sich als „christlich“ tarnende Organisationen wie „Pax Christi“, „World Vision“ oder „Brot für die Welt“ , die sich an der internationalen Delegitimierungskampagne gegen den Judenstaat beteiligen. Sie alle alimentieren Nichtregierungsorganisationen, die gegen Israel agitieren. „Brot für die Welt“ finanziert nach Recherchen der Filmemacher Organisationen wie das „Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel“ (EAPPI). Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Organisation aus Deutschland sagt vor der Kamera (gefilmt wurde beim Evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart, der diesen Leuten eine Bühne gab) über Juden: „Eigentlich tun die was ähnliches jetzt, was ihnen widerfahren ist durch dieses Hineinsteigern in die Opferpsyche.“

Weckruf für Willkommensbefürworter

In ihrem blinden Antisemitismus gehen manche deutsche „Ehrenamtliche“, die vor der Kamera zu Wort kommen sogar über Palästinenser hinaus, die im von der Hamas kontrollierten Gaza-Streifen interviewt werden. Unter dem Strich ist der Film genau das, was Menschen sehen müssen, die mit Gesängen und Beifall klatschend hunderttausende moslemische Einwanderer willkommen geheißen haben und seit jeher politischen Extremismus auf der Rechten verorten, dabei das linke Auge aber oft krampfhaft zudrücken.

Demonstranten beim al-Quds Tag in Berlin: Moslemischer Judenhaß Foto: picture alliance / dpa
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