Zentrale des Bayerischen Rundfunks in München Foto: picture alliance / dpa
Doku „Der Links-Staat“

Bayerischer Rundfunk geht gegen unliebsame DVD vor

MÜNCHEN. Der Bayerische Rundfunk (BR) hat vor dem Landgericht München eine einstweilige Verfügung gegen den Kopp Verlag erwirkt. Dieser darf nun eine parallel zu dem Buch „Der Links-Staat“ erschienene DVD nicht mehr vertreiben.

In ihrem Buch kritisieren die Autoren Christian Jung und Torsten Groß, daß linksextreme Gruppierungen mit Politik und Medien miteinander verwoben seien. Dazu werden zwei DVDs angeboten. Der Dokumentarfilm „Der Links-Staat: Die kommunalen Netzwerke“ behandelt unter anderem die vermeintliche Verbindungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu Antifa-Kreisen und die unkritische Berichterstattung über Linksextreme. Dazu verwendeten die Macher auch BR-Ausschnitte eines Interviews mit der Leiterin der Münchner Fachstelle gegen Rechtsextremismus, Miriam Heigl.

Verletzung des Urheberechts

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Der BR veranlaßte daraufhin juristische Schritte und monierte, eine eingeblendete Bauchbinde und die Sprecherstimme im Hintergrund in der Doku verletzten seine Urheberrechte. Eine Verwendung des Materials und die derartige Bearbeitung dessen seien genehmigungspflichtig. Zudem seien die Einspielungen insgesamt zu lang und nicht ausreichend gekennzeichnet worden.

Autor Christian Jung sieht in der Maßnahme einen Akt der Zensur. „Die Recherchen passen dem BR nicht, und gegen die Inhalte kann man schwer vorgehen, also ist die Masche mit dem Urheberrecht der neue Trick, um kritische Stimmen zu unterbinden“, sagte er der Jungen Freiheit. (gb)

Zentrale des Bayerischen Rundfunks in München Foto: picture alliance / dpa

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