Gerhard Löwenthal: Staatsfeind der DDR

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JF-Chefredakteur Dieter Stein (rechts) und der Politikwissenschaftler Stefan Winckler am Messe-Stand der JUNGEN FREIHEIT in Frankfurt Foto: JF

FRANKFURT/MAIN. Gerhard Löwenthal polarisierte: Von der DDR als „Staatsfeind“ gehaßt und Feindbild der bundesrepublikanischen Linken, prägte wohl kaum ein Journalist die publizistische Landschaft der Bundesrepublik so stark, wie der 1922 geborene legendäre Moderator des „ZDF-Magazins“.

Doch welche Bedeutung hat Löwenthal heute noch für die konservative Publizistik in Deutschland? Dieser und anderer Fragen ging JF-Chefredakteur Dieter Stein am Stand der JUNGEN FREIHEIT auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Politikwissenschaftler Stefan Winckler nach.

Winckler veröffentlichte vor kurzem eine umfassende Arbeit über Löwenthals Rolle in der bundesrepublikanischen Nachkriegspublizistik (Gerhard Löwenthal. Ein Beitrag zur politischen Publizistik der Bundesrepublik Deutschland. be.bra-Verlag 2011). Dabei hob Winckler die Bedeutung Löwenthals als konsequenter Anti-Kommunist für Oppositionelle in der DDR hervor.

Konservativ ohne Scheu

Mit den „Hilferufen von drüben“ habe er vielen von ihnen eine Stimme in der Bundesrepublik gegeben und auf deren Nöte aufmerksam gemacht. Zudem habe Löwenthal sich selbst öffentlich und ohne Scheu als Konservativer bezeichnet, in einer Zeit, in der dies aufgrund der Post-Achtundsechziger nicht gerade populär gewesen sei.

Dadurch habe er vielen Mut zugesprochen und als Vorbild gedient, die dem damaligen Zeitgeist ablehnend gegenüberstanden. Es könne auch nicht genug betont werden, sagte Winckler, daß sich die von ihm beschriebenen und gegeißelten Untaten des SED-Regimes, die in den Achtziger Jahren mit Vorliebe als „Kalte-Kriegs-Propaganda“ abgetan wurden, nach der Wiedervereinigung und der Öffnung der Stasi-Akten als grausame Wirklichkeit entpuppten. (JF)

Programm:

Donnerstag, 13. Oktober:

15.00 Uhr: 25 Jahre JF – Der Freiheit eine Gasse. Präsentation des Jubiläumsbuchs mit JF-Chefredakteur Dieter Stein und dem stellvertretenden Chefredakteur Thorsten Thaler

Freitag, 14. Oktober:

11.00 Uhr: So unterhöhlt die EU unsere nationale Souveränität. Im Gespräch mit der FPÖ-Politikerin und Publizistin Barbara Rosenkranz

15.00 Uhr: Fremd im eigenen Land – Vorsicht Bürgerkrieg? Im Gespräch mit dem Journalisten, Publizisten und Sicherheitsberater Dr. Udo Ulfkotte

Sonnabend, 15. Oktober:

11.00 Uhr: Die Frau als Soldat – Gleichstellung um jeden Preis? Im Gespräch mit dem Geschäftsführer des Instituts für Staatspolitik und Publizisten Dr. Erik Lehnert

15.00 Uhr: Euro und EU: Schulden, Inflation, Armut – Die Zukunft der Deutschen? Im Gespräch mit dem Währungsspezialisten Prof. Dr. Wilhelm Hankel und dem Finanzmarktexperten und Volkswirt Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb

Sonntag, 16. Oktober:

11.00 Uhr: Deutsche Opfer, fremde Täter – Ausländergewalt in Deutschland. Im Gespräch mit dem Verleger und Publizisten Götz Kubitschek und dem Journalisten Michael Paulwitz

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