VATIKANSTADT. Papst Leo XIV. hat die Priester seiner Diözese Rom eindringlich davor gewarnt, Predigten für den Gottesdienst von Anwendungen Künstlicher Intelligenz schreiben zu lassen. KI sei nicht in der Lage, den Glauben weiterzugeben, genau das aber sei die zentrale Aufgabe einer Predigt, betonte das Kirchenoberhaupt bei einem Treffen mit mehreren hundert römischen Geistlichen.
Die Äußerungen fielen hinter verschlossenen Türen. Italienische Medien berichteten im Anschluß unter Berufung auf Teilnehmer über die Worte des Papstes.
Den Berichten zufolge zog Leo XIV. einen Vergleich aus dem Sport, um die Gefahren eines übermäßigen KI-Gebrauchs zu verdeutlichen. „Alle Muskeln sterben ab, wenn wir sie nicht mehr nutzen, und deshalb muß auch das Gehirn benutzt werden, damit wir unsere Intelligenz nicht verlieren“, habe er gesagt. Eine Predigt dürfe nicht bloß ein korrekt formulierter Text sein.
Papst warnt vor aggressiven Jugendlichen
„Eine echte Predigt schreiben bedeutet, den Glauben mit anderen zu teilen. Und das ist der wichtigste Teil. Die Leute wollen deinen Glauben wahrnehmen, deine Erfahrung, Christus und seine Botschaft erlebt und geliebt zu haben. Das ist etwas, was wir jeden Tag pflegen müssen“, so der Pontifex, der das der KI nicht zutraut.
Zugleich warnte der Papst vor den Folgen exzessiven Online-Konsums bei Jugendlichen. Er sprach von „Orientierungslosigkeit“ sowie von „Symptomen einer besorgniserregenden Aggressivität, die nicht selten in Gewalt mündet“. (rr)






