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Unterricht: Der Deutsche Lehrerverband fordert Lehrer stärker bei Konflikten mit dem radikalen Islam an Schulen zu unterstützen
Unterricht: Der Deutsche Lehrerverband fordert Lehrer stärker bei Konflikten mit dem radikalen Islam an Schulen zu unterstützen Foto: picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa

Unterstützung von Pädagogen
 

Deutscher Lehrerverband fordert Studie zu Islamismus an Schulen

BERLIN. Der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbands (DL), Hans Peter Meidinger, hat sich für eine Studie zu islamistischen Tendenzen an Schulen ausgesprochen. Er plädiere für eine „anonymisierte Umfrage unter allen Lehrkräften“, sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur. Pädagogen müßten außerdem besser bei Konflikten unterstützt werden.

Der DL fordere hierfür die Einrichtung von Ombudsstellen, „an die sich betroffene Lehrkräfte auch jenseits des Dienstwegs jederzeit vertraulich wenden können“. Islamismus an deutschen Schulen sei bislang ein Tabuthema. Viele Pädagogen trauten sich nicht, sich offen zu äußern, weil ihnen oftmals die Rückendeckung der Schulleitung und der Politik fehle, schilderte Meidinger.

Bildungsgewerkschaft will Islamismus an Schulen mit Integration bekämpfen

Er bedaure das Verhalten der Kollegen des ermordeten Lehrers Samuel Paty und hoffe, daß die Situation in Deutschland anders sei. Die französische Tageszeitung Le Monde hatte vergangene Woche darüber berichtet, wie sich Patys Kollegen vor seinem Tod von ihm distanziert hatten, nachdem er in einer Unterrichtsstunde über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

Auch die Bildungsgewerkschaft GEW forderte unterdessen, Schulen stärker im Umgang mit islamistischen Tendenzen zu unterstützen. Für Lehrer müßten Beratungsstrukturen geschaffen werden. Schüler hingegen bräuchten Integrationskonzepte. Islamismus sei vor allem für jene Jugendliche attraktiv, die sich der Mehrheitsgesellschaft nicht zugehörig fühlten. (zit)

Unterricht: Der Deutsche Lehrerverband fordert Lehrer stärker bei Konflikten mit dem radikalen Islam an Schulen zu unterstützen Foto: picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa
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