Das Karl Marx Denkmal in Chemnitz erstrahlte nicht in rot Foto: picture alliance/Peter Endig/dpa-Zentralbild/ZB
Das Karl Marx Denkmal in Chemnitz erstrahlte nicht in rot Foto: picture alliance/Peter Endig/dpa-Zentralbild/ZB
„Night of Light“

Rassismusvorwürfe: Marx-Denkmal von Solidaritätsaktion ausgeschlossen

CHEMNITZ. Die Initiative „Night of Light“, die auf die Nöte von Künstlern in der Corona-Krise aufmerksam machen will, hat das Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz von einer Solidaritätsaktion ausgenommen. Grund für die Entscheidung seien rassistische und antisemitische Aussagen von Marx, berichtete das Nachrichtenportal tag24. Zuvor hatte ein Beitrag auf der Homepage des Senders n-tv Marx-Zitate über Juden und Afrikaner aufgelistet.

Ursprünglich hätte auch das Chemnitzer Marx-Denkmal in der Nacht auf Dienstag rot angeleuchtet werden sollen. Im ganzen Land erstrahlten berühmte Bauwerke wie das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig oder die Alte Oper in Frankfurt am Main rot.

Marx beleidigte Schwiegersohn

Marx hatte 1843 an einen Freund geschrieben, wie „widerlich“ ihm „der israelitische Glaube“ sei. Im selben Jahr veröffentliche der Begründer des Kommunismus seinen Text „Zur Judenfrage“. Darin heißt es: „Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.“ Zudem bezeichnete er das Judentum als „ein allgemeines gegenwärtiges antisoziales Element“.

Den Arbeiterführer und einen der Gründerväter der SPD, Ferdinand Lassalle, bezeichnete Marx als „jüdischen Nigger“. Nach einem Besuch Lassalles schrieb Marx über ihn, ihm sei nun „völlig klar, daß er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von Negern abstammt“. Über seinen Schwiegersohn, der eine farbige Mutter hatte, urteilte Marx, er sei der „Abkömmling eines Gorillas“. (ag)

Das Karl Marx Denkmal in Chemnitz erstrahlte nicht in rot Foto: picture alliance/Peter Endig/dpa-Zentralbild/ZB

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