Bundeswehr-Soldat (Archivbild) Foto: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa
Ermittlungen eingeleitet

Türkischstämmiger Soldat soll rassistischen Angriff vorgetäuscht haben

BERLIN. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat gegen einen Bundeswehrsoldaten eingeleitet. Der 25jährige mit türkischen Wurzeln hatte im September behauptet, in Berlin-Neukölln angegriffen worden zu sein, als er seine Uniform öffentlich getragen habe.

Das Verfahren wegen der angeblichen Attacke sei eingestellt worden, da „durch aufwendige Ermittlungen Widersprüche in den Angaben des Soldaten nicht aufgeklärt werden konnten“, teilte die Staatsanwaltschaft auf Twitter mit. Daher sei der Verdacht aufgekommen, er habe die Tat erfunden.

Linkspartei-Politiker erfand Neonazi-Angriff

Der Fall hatte große Aufmerksamkeit hervorgerufen. Laut Angaben des türkischstämmigen Soldaten hätten ihm die zwei Angreifer abgesprochen, die Uniform eines Soldaten tragen zu dürfen. Da ein rassistisches Motiv nicht ausgeschlossen wurde, ermittelte der Staatsschutz. Hochrangige Politiker verurteilten die Tat, darunter auch Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).

Im November 2016 war ein ehemaliger Politiker der Linkspartei wegen eines ähnlichen Falls verurteilt worden. Er hatte einen Angriff durch Neonazis vorgetäuscht. Der 19jährige erhielt eine Jugendstrafe von mehreren Tagen Arrest. (ag)

Bundeswehr-Soldat (Archivbild) Foto: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

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