England

Erste Studienabschlüsse in Queer History vergeben

LONDON. An der Londoner Goldsmiths Universität haben die ersten Studenten ihren Master-Abschluß in Queer History (dt. „Geschichte der sexuellen Vielfalt“) gemacht. Die sieben Absolventen könnten nun in Museen oder ähnlichen Einrichtungen arbeiten. „Viele erinnerungskulturelle Institutionen versuchen gerade, sexuelle Vielfalt in ihre Arbeit zu integrieren, insofern gibt es da einen Bedarf“, sagte Benno Gammerl, einer der Dozenten, der taz.

Der erste Absolventen-Jahrgang besteht aus vier Männern und drei Frauen. „Sie können im Kulturmanagement arbeiten, überall da, wo Kompetenzen zu den Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gefragt ist“, betonte Gammerl.

Fach orientiere sich an Methoden der Geschichtswissenschaft

„Queer History ist Geschichte, die sich mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt beschäftigt“, erläuterte der deutsche Hochschullehrer. Die Forschung orientiere sich an den gängigen Ansätzen und Methoden der Geschichtswissenschaft. Zeitliche Schwerpunkte seien das 19. und 20. Jahrhundert. Die Themen reichten unter anderem von der Kriminalisierung und Entkriminalisierung über Repräsentation von LGBT-Personen (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle) in den Medien. Auch Konzepte wie „Homonationalismus“ würden diskutiert.

Das neue Fach an dem auf Künste, Sozial- und Medienwissenschaften spezialisierten Teil der Londoner Universität wird teilweise vom Deutschen Akademischen Austauschdienst finanziert. Der Studiengang ist derzeit der einzige seiner Art weltweit. (ag)

An der Londoner Universität absolvierten die ersten Studenten den Studiengang Queer History Foto: picture alliance

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