Langen Müller Josef Kraus Der deutsche Untertan
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Linksextremisten in Berlin: Antifa sagt beim Abschied leise Servus Foto: picture alliance/CITYPRESS 24

„Antifaschistische Linke Berlin“
 

Linksextreme Gruppierung gibt auf

BERLIN. Eine der wichtigsten linksextremen Gruppierungen in Berlin hat sich aufgelöst. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Antifaschistische Linke Berlin (ALB) teilte mit, in vielen zentralen Fragen habe keine Einigkeit mehr bestanden. „Unseres Erachtens befindet sich die klassische Antifa-Bewegung in einer Krise“, heißt es in einem Schreiben, das auf linksextremen Internetseiten verbreitet wurde.

„Mehr denn je bedarf es für die radikale Linke einer Neubewertung der Verfaßtheit ihrer Strukturen, ihrer Wirkungsmacht und einer linksradikalen Perspektive, die ihren Namen noch verdient.“ Gerade auf die Frage nach dem Umgang mit immer erfolgreicheren „rechtspopulistischen Parteien“ und dem angeblichen „Rassismus der Mitte“ habe die Gruppe keine Antworten mehr gefunden. „Das alte ‘Antifa heißt Angriff’ ist in diesem Zusammenhang eher als Stillstand und Phrasendrescherei zu werten.“

Die 2003 gegründete Gruppierung galt lange als eine der Einflußreichsten ihrer Art in der Hauptstadt und war eine der wichtigsten Organisatoren der stets von Gewalt überschatteten 1.-Mai-Demonstrationen. Ihr Ziel war laut Verfassungsschutz die Überwindung des demokratischen Systems durch eine „entschlossene revolutionäre Bewegung“. In den vergangenen Monaten litt die ALB unter internen Streitigkeiten und einem Mitgliederschwund. (dk)

Linksextremisten in Berlin: Antifa sagt beim Abschied leise Servus Foto: picture alliance/CITYPRESS 24
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